Shitstorm inklusive: Das gibt es jetzt bei Netto zu kaufen

Ob der Discounter mit solchen Reaktionen gerechnet hätte?

Shitstorm inklusive: Das gibt es jetzt bei Netto zu kaufen

Wer bei Netto einkauft, der dürfte anlässlich der weihnachtlichen Aktionswochen schon bald eine Überraschung erleben – ob die positiv oder negativ ausfällt, muss hierbei jedoch jeder selbst entscheiden. Eines ist in jedem Fall sicher: Das Produkt, das der bekannte Lebensmitteldiscounter in seinen aktuellen Prospekten bewirbt, spaltet die Gemüter. So viel vorweg: Es handelt sich dabei um etwas Essbares – etwas, das hierzulande ganz sicher nicht täglich auf dem Teller landet.

Welches ungewöhnliche Schmankerl gerade die Gemüter erhitzt und ob der Shitstorm berechtigt ist, erfährst du auf den nächsten Seiten ...

Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr euren Liebsten an Weihnachten servieren sollt, hat Netto vielleicht die Lösung parat (aber eher nicht): So präsentiert das aktuelle Prospekt des Lebensmitteldiscounters hübsch angerichtete, tiefgekühlte Zebra-Steaks

Bei den meisten sorgt dieses Angebot erst einmal für Ablehnung, was vor allem wohl daran liegt, dass Zebra-Fleisch hierzulande selten bis nie auf den Tellern landet. Doch selbst wenn man sich vom ersten 'Kultur'-Schock erholt hat, kommt man nicht umhin, sich die folgende kritische Frage zu stellen: Ist es in Ordnung, tiefgekühltes Zebrafleisch beim Discounter zu kaufen, wenn eben diese Tiere vom Aussterben bedroht sind? 

RP Online hat bei Tierschützern nachgefragt: 

Shitstorm inklusive: Das gibt es jetzt bei Netto zu kaufen

Roland Gramling von der Naturschutzorganisation WWF meint: „Es kommt darauf an, wo die Tiere herkommen, ob sie aus einer Zucht stammen und wenn ja, wie sie gehalten werden“. So sind zum Beispiel das Grevy- und das Bergzebra vom Aussterben bedroht, das afrikanische Steppenzebra, das die dritte Zebra-Art bildet, jedoch nicht. Von welcher Art die Tiefkühl-Ware von Netto stammt, gab der Discounter auf Anfrage der RP Online-Redaktion jedoch nicht bekannt. Man gab lediglich an, das Fleisch stamme aus Südafrika. 

Doch selbst wenn das Fleisch nicht von einer bedrohten Zebra-Art kommt, spricht sich der WWF kritisch aus: "Es gibt ein ausreichendes Wild-Angebot in Europa, da muss das Fleisch nicht per Flugzeug aus Afrika transportiert werden", so Gramling. 

Ob man das ungewöhnliche Angebot nutzen will, bleibt natürlich jedem selbst überlassen – die ersten empörten Reaktionen legen jedoch nahe, dass die Aktion auf nicht allzu viel Gegenliebe stößt.