Zwischen Chaos, Gewalt und Rechtsradikalismus

Seit über 20 Jahren begleitet ein TV-Team Familie Ritter

Als die Journalisten von SternTV im Jahr 1994 das erste Mal die Familie Ritter besuchen, mussten sie sich wie in einem schlechten Film fühlen. Begrüßt wurden sie vom damals neunjährigen Norman, der lachend seinen rechten Arm zum verbotenen Hitlergruß hob. Nach seinen Zukunftsträumen gefragt, antwortete er, dass er Skinhead werden wolle – weil man dann andere mit einem Baseballschläger zusammenschlagen könnte.

In Köthen ist die Familie Ritter bekannt. Die Mutter Karin Ritter hat vier Söhne, mit denen sie auch heute noch in einer Obdachlosenunterkunft lebt – zwischen Chaos, Alkohol, Drogen und rechtsradikalem Gedankengut.