Mit 92 erfährt diese Frau, was sie 50 Jahre lang in sich trug

Nach einem Sturz zeigt das Röntgenbild, was sie über 50 Jahre in ihrem Körper hatte

Die Chilenin Estela Melendez dürfte aus allen Wolken gefallen sein, als sie wegen eines Sturzes ins Krankenhaus gefahren ist und ihr dort offenbart wurde, was sie seit über 50 Jahren in sich trug. 

Schon früher sei sie beim Arzt gewesen, da sie sehr stark zugenommen hatte und eine Beule im Bauch spürte, doch die Ärzte hielten es damals für einen Tumor und unternahmen erst einmal nichts weiter. Seit über 40 Jahren lebt Estela nun mit dem Gedanken, dass sie diesen Tumor hat, doch jetzt stellte sich auf einem Röntgenbild heraus, dass es kein Tumor ist:

Lithopädion

In Estela ist seit 50 Jahren kein Tumor, sondern sie leidet an einer Lithopädion, dies ist ein sehr seltener medizinischer Fall von dem erst ca 300 weltweit festgestellt wurden. Es handelt sich um ein so genanntes Steinkind bzw. eine Steinfrucht, ein Fötus der sich außerhalb der Gebärmutter entwickelt, verkalkt und somit versteinert. 

Das Tragischste an dem Fund ist, dass der Fötus wohl bis zum 9. Monat entwickelt war, die Ärzte konnten sogar das Skelett des Fötus in der typischen Embryohaltung feststellen. Estela Melendez war 74 Jahre mit ihrem geliebten Mann verheiratet und die beiden blieben kinderlos. Damals erkannte niemand, dass die Beule ein abgestorbener Fötus ist und auch nicht wie weit der Embryo sich schon entwickelt hatte. Heute ist Estela trauriger Weise Witwe. 

Wie geht es nun für die Chilenin weiter? 

Die Ärzte sind sich einig, dass das Risiko größer ist bei der 92 Jährigen das Steinkind operativ zu entfernen, statt es einfach so zu belassen, wie es ist. Sie selbst sagt, dass sie nur sehr selten Schmerzen hat, und es eher einfach nur eine nervige Beule ist. Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute!