H&M-Verkäuferin erzählt: So unmöglich verhalten sich Kunden

Eine Kundin brachte sie fast zum Weinen

H&M-Verkäuferin erzählt: So unmöglich verhalten sich Kunden

H&M zählt seit Jahren zu einer unserer ersten Anlaufstellen, wenn wir auf der Suche nach dem richtigen Teil für unsere Garderobe sind. Da die schwedische Modekette sowohl Basics als auch Trend-Pieces anbietet und dabei auf besonders günstige Preise setzt, sind wir da nicht die Einzigen, was die Massen an kauffreudigen Kunden erklärt, die sich je nach Saison und Sale, in die Läden drängen. Und wo Kunden sind, ist bekanntlich immer auch eine gehörige Portion Drama – gerade wenn diese das Motto 'Kunde ist König' völlig überreizen. 

Davon weiß die folgende H&M-Verkäuferin ein Lied zu singen. Gegenüber huffpost packte sie nun ihre dreistesten Kunden-Stories aus: Der Kunde ist manchmal eben nicht König, sondern eher Diva! 

H&M-Verkäuferin erzählt: So unmöglich verhalten sich Kunden

Der ehemaligen Verkäuferin, die anonym bleiben möchte, ist vor allem das Weihnachtsgeschäft negativ in Erinnerung geblieben, in der Ekel-Kunden noch mal besonders aufdrehen und Grinch-Stimmung verbreiten.

"[Ich stand] an allen Adventssamstagen in einer Kinderabteilung der Modekette. In dieser Zeit hatte ich nicht nur einmal das Bedürfnis, aus Verzweiflung laut zu schreien oder wild um mich zu schlagen", erzählt sie im huffpost Blog. "Stangen voller Kleidung wurden zerlegt, Waren des gesamten Hauses wahllos in Ecken geschmissen, Mitarbeiter beschimpft und mehrfach entfachten laute Streits zwischen Kunden über das ein oder andere letzte Teil."

Ein Tag brannte sich dabei besonders in ihr Gedächtnis: der letzte Samstag vor Weihnachten, an dem eine Kundin sie fast zum Weinen brachte. Was genau passierte, erfährst du auf den nächsten Seiten.

H&M-Verkäuferin erzählt: So unmöglich verhalten sich Kunden

"Ich hatte an besagtem Tag eine zehnstündige Schicht und zu allem Überfluss waren wir auch noch stark unterbesetzt. So kassierte ich im Akkord ab 10 Uhr morgens einen Kunden nach dem nächsten ab, während auf der Verkaufsfläche das absolute Chaos herrschte. Nachdem wir also gezwungen waren, die gesamte Kinderabteilung über sieben Stunden hinweg den Kunden selbst zu überlassen, zog ich gegen fünf Uhr als erste Mutige auf das Schlachtfeld, um die Flächen rund um die Kasse aufzuräumen. In meinen rund 1,5 Jahren bei dem Textildiscounter habe ich noch nie so etwas gesehen, wie an diesem Tag", erzählt sie.

Allein dieser Zustand löste nach sieben Stunden Dauerstress beinahe einen Nervenzusammenbruch aus. Sie machte sich ans Werk, musste jedoch bald einsehen, dass das Ganze allein ein völlig sinnloses Unterfangen ist. Um das Chaos, das die Kunden hinterlassen hatten, zu beseitigen, hätte man wahrscheinlich Tine Wittler samt Team zum Spezial-Einsatz benötigt.

"Ich versuchte gerade verzweifelt, eine heruntergefallene Stange voller Kleidung aufzuheben und neu an der Wand zu befestigen, als [eine ältere Dame] gestresst auf mich zu eilte. Sie fragte mich, ob das reduzierte Oberteil in ihrer Hand noch in einer anderen Größe erhältlich sei und ob ich dazu im Lager nachsehen könnte. Ich erklärte ihr freundlich, dass es sich dabei um ein Einzelteil handelte, weshalb wir leider keine weiteren Oberteile in anderen Größen auf Lager hätten. Ich verwies sie auf unseren Sale-Ständer im hinteren Teil des Ladens [...]"

Daraufhin eskalierte die Situation – denn die Kundin war mit der Antwort ganz und gar nicht zufrieden:

H&M-Verkäuferin erzählt: So unmöglich verhalten sich Kunden

"Es sei eine Frechheit, dass ich versuche, mich aus meinem Job herauszureden. Ich sei einfach nur zu faul, um im Lager nach dem gewünschten Teil zu sehen und wolle ihr nicht helfen", zitiert die ehemalige Verkäuferin die Horror-Kundin. Auch als sie erneut versuchte, die Lage zu erklären, beruhigte die Dame sich nicht: 

Ich lasse mich doch von so einer kleinen Verkäuferin nicht verarschen! Ich brauche dieses Oberteil für meine Enkelin und ich werde mich ganz sicher nicht nochmal in diesen Drecksladen begeben, wo wohl jeder so unfähig ist wie Sie!”  

Wie heißt es jedoch so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben. 

"Die Ironie an der ganzen Geschichte ist übrigens, dass die ältere Frau das Versprechen, das sie mir gab, nicht einhielt. Noch am Montagvormittag kam sie, wie ich es ihr empfohlen hatte, zurück in die Filiale und suchte erneut nach dem Pullover für ihre Enkelin. Dabei hatte sie allerdings – wie ich es ihr ebenfalls angekündigt hatte – keinen Erfolg, da es nun mal ein Einzelteil war."

Den ganzen Artikel gibt es hier noch mal zum Nachlesen!