Sie hatte einen Unfall - die Polizei lässt sie im Stich

Sie bat die Beamten mehrmals um Hilfe!

Sie hatte einen Unfall - die Polizei lässt sie im Stich

Eigentlich gilt die Polizei ja als Freund und Helfer. Allerdings kann man das bei dem Fall einer 65-jährigen Frau aus Beckum nicht behaupten. Helga Rehmsen wird vor einigen Wochen plötzlich von einem Mann angerufen, der behauptet, ihr Neffe zu sein. Er verlangt von der älteren Dame, dass sie 20.000 Euro bar in ein Immobiliengeschäft investiert. Natürlich kommt ihr sofort der Gedanke, dass es sich um Betrug handeln müsse und sie wählt die 110. Doch die Polizei stellt sich quer und will ihr partout nicht helfen. 

Was dann geschieht, siehst du auf der nächsten Seite...

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Als die Frau die Polizei ruft, meldet sich in dem Moment erneut per Festnetz der vermeintliche Betrüger, sodass der Beamte auf der Wache das Gespräch sogar mithören kann. Der empfielt ihr, direkt zur Dienststelle im Ort zu fahren und Anzeige zu erstatten. Als sie allerdings dort ankommt, kann der Polizist ihr nicht weiterhelfen. Er ist wohl alleine in der Wache und kann seinen Standort somit nicht verlassen.

Wie die Frau darauf reagiert, siehst du auf der nächsten Seite...

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Laut der "Westfälischen Nachrichten" sagt die Frau dem Mann daraufhin: ,,Sie glauben doch wohl nicht, dass ich jetzt alleine wieder nach Hause gehe." Denn sie hat einer Geldübergabe bereits zugestimmt und erhofft sich die Begleitung des Beamten, um den Täter auf frischer Tat zu ertappen. Vor allem weil der Täter ihr bereits mitteilte, dass er ihre Adresse kenne. Das bereitet der Frau doppelt Sorge. Nach langer Überredungskunst kann sie den Polizisten schließlich doch dazu bewegen, sie zu begleiten. 

Wie es weiter geht, siehst du auf der nächsten Seite...

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Zur Geldübergabe kommt Frau Rehmsen dann zu spät, sodass ihr Mann ihr berichtet, dass der Täter in der Zwischenzeit wieder drei mal angerufen hat. Doch das ist offensichtlich kein Grund für den Polizisten, bei dem Ehepaar zu bleiben. Kurz nachdem er weg ist, ruft der "Neffe" erneut an und verlangt die Geldübergabe. Daraufhin wählt sie erneut die 110, allerdings erhält sie wieder keine Hilfe. Sie solle einfach anrufen, wenn der Täter bei ihr klingelt. Dass es dann offensichtlich schon zu spät ist, interessiert den Polizisten auf der anderen Leitung wenig. 

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Ob es dann wirklich zum Treffen kam, ist nicht bekannt. Allerdings meldet sich auf Nachfrage der "Westfälischen Nachrichten" die Polizeisprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk zu Wort und betont, dass die derzeitige Personalsituation sehr angespannt sei und deshalb die Prioritäten bei lebensgefährlichen Fällen lägen. Allerdings wurde wenigstens inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das den Vorfall untersucht.