Supermarkt in Bayern verschenkt Lebensmittel

Das steckt dahinter!

Supermarkt in Bayern verschenkt Lebensmittel

Jeden Monat landen Tonnen an Lebensmitteln im Müll – und das nicht nur bei uns Zuhause. Gerade in Supermärkten werden jede Menge Lebensmittel weggeworfen, weil sie sich nicht mehr verkaufen lassen oder das Mindesthaltbarkeitsdatum fast erreicht ist. Während es in Ländern wie Frankreich oder Tschechien Supermärkten ab einer Fläche von 400 Quadratmetern per Gesetz verboten ist, auf diese Weise Lebensmittel zu verschwenden, hat der Betreiber einer kleinen Edeka-Filiale im bayerischen Wenzenbach das Ganze einfach in seine eigenen Hände genommen – und wird dafür sogar von höchster Stelle gelobt.

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Held der Stunde ist Raphael Dirnberger. Wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, hat der Leiter der örtlichen Edeka-Filiale auf kreative Weise der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt: In einer Kiste neben den Kassen landen Lebensmittel, die sich im Markt nicht mehr verkaufen lassen – Obst und Gemüse mit Druckstellen, Joghurt & Co. mit ablaufendem MHD.

Nach eigener Aussage spart er so rund einen Container Müll pro Woche.

Nicht nur die Kunden sind begeistert von Dirnbergers Initiative, die er „Lebensmittel Fair-Teiler“ nennt.

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Supermarkt in Bayern verschenkt Lebensmittel

Rein rechtlich bewegt sich Dirnberger in einer Grauzone: Nicht ganz klar sei, ob er haftbar für etwaige Lebensmittelvergiftungen von Kunden gemacht werden könne, die nach dem Einkauf etwas aus den Kisten neben den Kassen nehmen.

Doch sein Mut zeigt Erfolg: Dinbergers Edeka wurde nun für den Bundespreis der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ nominiert. Der Preis wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung vergeben und soll Unternehmen auszeichnen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagieren. Neben Dirnberger sind noch Aldi Süd und Penny Markt GmbH im Finale der Preisvergabe. Ob er gewinnt, wird am 03. April 2019 entschieden werden. Wir drücken ihm auf jeden Fall die Daumen!