Pädophiler stellt sich den Fragen der Jodel-Community

Und diese hält sich nicht zurück...

Pädophiler stellt sich den Fragen der Jodel-Community

Es gibt wohl kaum ein Thema, das Menschen so sehr in Rage versetzte wie Pädophilie. Schließlich können wir uns nichts Furchtbareres vorstellen, als dass sich jemand an den unschuldigsten Mitgliedern unserer Gesellschaft vergeht.

Während uns straffällig gewordene Betroffene dieser Vorliebe, die von der WHO als “Störung der Sexualpräferenz” eingeordnet wird, aus den Nachrichten bekannt sind, sind die Geschichten jener Menschen, die sich zwar zu Kindern hingezogen fühlen, dieser Neigung aber nicht nachgehen, um einiges weniger in den Medien vertreten.

Um diese Tatsache zu ändern und die Menschen über das Thema aufzuklären, begab sich nun ein Pädophiler, der bei der Organisation "Kein Täter werden" in Behandlung ist, auf Jodel und forderte die Community dazu auf, ihm Fragen zu stellen.

Was die Jodler von ihm wissen wollten und wie er darauf antwortete, erfährst du auf den nächsten Seiten...

Pädophiler stellt sich den Fragen der Jodel-Community

Seiner eigenen Angabe nach, habe er, nachdem er mit 15/16 Jahren herausfand, dass er sich zu Kindern hingezogen fühlte, seine Pädophilie ganze 8 Jahre lang geheim gehalten. Als der daraus entstandene psychische Druck aber so groß wurde, dass er sich umbringen wollte, vertraute sich der OJ endlich jemandem an.

Wie seine Eltern auf diese Information reagierten, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Als der OJ seinen Eltern gestanden habe, dass er sich zu Kindern hingezogen fühlte, konnten diese es nicht fassen. Zwar hätte er auch zuvor schon kein gutes Verhältnis zu ihnen gehabt, doch als er ihnen seine Pädophilie beichtete, sei sein Vater wortlos gegangen und habe sich einen Schnaps geholt, während seine Mutter geweint und ihm gesagt habe, er sei "eklig".

Heute hätten sie keinen Kontakt mehr zueinander. Den Worten seiner Eltern zufolge sei er "nicht mehr ihr Sohn".

Wie der OJ zu Kinderpornografie steht, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Als ein Jodler ihn fragt, ob er selbst Kinderpornografie konsumiere, findet der OJ klare Worte. Solche Filme und Fotos hätten nichts mit Pornografie zu tun, sondern seien "aufgezeichneter Missbrauch", mit dem er nichts zu tun haben wolle.

Und auch im richtigen Leben wolle er sich niemals an einem Kind vergehen, schließlich sei er "kein Monster".

Warum ihm nahestehende Kinder ohnehin kein Problem für ihn darstellten, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Einer der Jodler möchte wissen, ob der OJ sich in die Lage jener Eltern versetzen könne, deren Kinder missbraucht worden seien.

Tatsächlich meint dieser daraufhin, dass er, wenn jemand beispielsweise seine Cousine anfassen würde, vermutlich die gleiche Reaktion hätte wie betroffene Eltern: Er würde den Täter umbringen wollen. Ausschlaggebend sei allein der Punkt, dass ein Kind einem solchen Akt nicht zustimmen könne. Damit habe sich die Sache für ihn erledigt.

Doch wegen seiner Gefühle für fremde Kinder sei der Alltag manchmal doch nicht ganz so unkompliziert...

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Zwar könne er an Spielplätzen vorbeigehen oder Schwimmbäder besuchen, ohne dabei in Versuchung zu geraten, sich an einem Kind zu vergehen. Er meide diese Orte aber trotzdem, weil er Angst davor habe, dass man ihm seine Neigung in diesen Situationen ansehen könne oder dass er versehentlich "falsch gucke".

Wie die Therapie, die der OJ macht, genau aussieht, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Dem OJ zufolge, bestehe die Therapie sowohl aus Einzel- als auch Gruppensitzungen. Hier lernten Betroffene je nach Art ihres Problems sogenannte Skills, die ihnen dabei helfen, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Die Skills des OJs seien beispielsweise "Sport, Autofahren, Achtsamkeitsübungen, Meditation, Musik hören" und andere Tätigkeiten, die ihm entweder Spaß machten, ihn ablenkten oder beruhigten.

Außerdem gebe es Medikamente, die den Sexualtrieb unterdrückten und die deshalb von vielen Pädophilen genommen würden.

Ob zu seiner Neigung auch romantische Gefühle für Kinder gehören, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Tatsächlich sagt der OJ, es handle sich bei seinem Verlangen nicht um romantische Gefühle. Eine Beziehung mit einem Kind könne er sich beispielsweise nicht vorstellen. Einsam fühle er sich aber trotzdem.

Welche Art von Beziehung er sich hingegen gut vorstellen könne, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Als ihn ein Jodler fragt, ob er sich vorstellen könne, einen medizinischen Eingriff vornehmen zu lassen, um nicht übergriffig zu werden, verneint der OJ dies. Diese Lösung käme vielleicht für andere Pädophile infrage, er selbst habe sich aber so gut unter Kontrolle, dass er keine Gefahr für Kinder darstelle.

Stattdessen wünsche er sich eine Frau in seinem Alter, die Verständnis für seine Situation habe und ihn einfach hin und wieder in den Arm nehme.

Wie seine Freunde auf seine Vorliebe reagierten, erfährst du auf der nächsten Seite...

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Im Gegensatz zu seinen Eltern seien die Freundes OJs ihm eine große Unterstützung. Eine seiner Freundinnen sei es auch gewesen, die ihn dazu bewegt habe, sich an "Kein Täter werden" zu wenden. Vor seinem ersten Termin sei er zwar wahnsinnig aufgeregt gewesen. Heute sei er aber sehr froh darüber, diesen Schritt gewagt zu haben.

Solltest du auch jemanden kennen, der von diesem Thema betroffen ist oder vielleicht selbst eine solche Neigung bei dir vermuten, kannst du dich an folgende Ansprechpartner wenden:

"Kein Täter werden" Deutschland

"Nicht Täter werden" Österreich