Darf man IKEA-Bleistifte klauen?

Das ist die Antwort, die wir alle wissen wollten

Jetzt müssen wir einmal ganz ehrlich zu uns selbst sein: Wir alle haben sie bestimmt schon einmal benutzt und dann klammheimlich in die Tasche gepackt. IKEA-Bleistifte! Die kleinen Holzschreiber, welche man eigentlich zum Notieren von Möbelmaßen nutzen sollte, liegen in jedem Möbelhaus in tausendfacher Stückzahl herum. So richtig scheint es niemanden zu interessieren, wenn da plötzlich und täglich die Hälfte fehlt, denn manche Menschen nehmen gleiche dutzende Schreibhalter aus ihrer IKEA-Filiale mit! Zu gebrauchen sind die kleinen Stifte eigentlich nicht sonderlich lang, und trotzdem nimmt man sie immer wieder mit. Doch fällt diese Handlung nicht eigentlich sogar unter den Tatbestand des Diebstahls? Macht man sich kriminell, wenn man Bleistifte mitgehen lässt? Wir haben das für euch einmal untersucht.

Darf man IKEA-Bleistifte klauen?

Natürlich ist das Diebstahl, würden nun viele behaupten. Immerhin entwendet man einen Gegenstand, auf dem sogar die Signatur des Inhabers steht: IKEA lässt jeden Stift mit ihren berühmten, vier Buchstaben gravieren. Dementsprechend sollte das Klauen dieser Schreibgelegenheiten doch eigentlich auch den Tatbestand des Diebstahls erfüllen – doch falsch gedacht! Tatsächlich ist es völlig legal, die Stifte vom Möbelhaus einzustecken – doch nur unter einer Bedingung, die IKEA-Sprecher Sven Kleuter dem Merkur verriet.

Darf man IKEA-Bleistifte klauen?

„Natürlich ist das von uns mit einkalkuliert, dass Kunden den ein oder anderen Bleistift mit nach Hause nehmen und die Kunden, die ihn nach dem Einkauf nicht mehr brauchen, können ihn natürlich am Ende zurückgeben.“ Der Bleistift ist ein Shopping Tool für unsere Kunden, und wir sind natürlich kulant wenn jemand Bleistifte mit nach Hause nimmt“, so Kleuter gegenüber dem Tagblatt: Heißt: IKEA toleriert den kleinen Diebstahl!

Eine Ausnahme gibt es aber dennoch: Ein geschickter Dieb hat einmal die Stifte via Facebook in hundertfacher Ausführung weiterverkauft. Gegen diesen Mann gab das Möbelhaus Anzeige auf – wer aber nicht übertreibt und lediglich ein oder zwei Stifte zum Privatgebrauch mitnimmt, macht sich nicht strafbar.