Französin wird vom Notruf ausgelacht – kurze Zeit später ist sie tot

Eine Geschichte, die an Tragik kaum zu überbieten ist

Französin wird vom Notruf ausgelacht – kurze Zeit später ist sie tot
Quelle: Pixabay

Scherzhafte oder unbegründete Anrufe sind beim Notruf leider an der Tagesordnung – nicht selten riskieren solche Anrufer das Leben anderer, die im entscheidenden Moment wirklich auf Hilfe angewiesen sind. Doch was ist eigentlich, wenn sich das Ganze umkehrt? Wenn ein ernstgemeinter Hilferuf als nichtig abgetan wird?

Dieser Fall ereignete sich nun in Frankreich: Eine Frau setzt in den letzten Minuten ihres Lebens einen Notruf ab – und wird am Telefon nicht etwa ernst genommen, sondern ausgelacht. Die ganze Geschichte sowie Auszüge aus dem Gespräch liest du auf den nächsten Seiten ...

Französin wird vom Notruf ausgelacht – kurze Zeit später ist sie tot
Quelle: Pixabay

Am 29. Dezember wählt die 22-jährige Naomi Musenga aus Straßburg völlig aufgelöst den Notruf des SAMU (Service d'Aide Médicale Urgente/medizinischer Notfalldienst), da sie von starken Bauchschmerzen geplagt wird. Doch anstatt medizinische Hilfe zu erhalten, legt die dreiminütige Aufzeichnung offen, dass Naomi weder ernst genommen, noch behandelt wurde – was kurze Zeit später zu ihrem Tod führte ...

"Hallo. Helfen Sie mir, Madame. Helfen Sie mir."

"Ja? Was ist los?

unverständliches Gemurmel

"Was ist los?"

unverständliches Gemurmel

"Na gut, wenn Sie mir nicht sagen, was passiert ist, lege ich auf."

"Madame, mir geht es sehr schlecht."

"Ja? Dann rufen Sie einen Arzt, in Ordnung?"

"Ich kann nicht. Ich werde sterben."

"Aha. Sie können also hier anrufen, aber nicht ..."

"Ich werde sterben."

Dann spitzte sich die Lage weiter zu ...

Quelle: Twitter

"Ja, sie werden eines Tages sterben. So wie alle anderen auch. Rufen Sie SOS Médecins [ein Notdienst für all die Fälle, die nicht lebensgefährlich sind] an, in Ordnung?"

"Bitte helfen Sie mir, Madame."

"Ich kann Ihnen nicht helfen. Ich weiß nicht, was Sie haben."

"Ich habe Schmerzen, große Schmerzen."

"Und wo?"

"Ich habe große Schmerzen. Im Bauch und überall."

"Also gut. Rufen Sie SOS Médecins an. Ich kann das nicht für Sie machen. Reden Sie mit dem Arzt, okay?"

"Okay."

"Auf Wiedersehen."

Das Fatale: Angesichts ihres gesundheitlichen Zustands, wird sie von SOS Médecins erneut an den medizinischen Notdienst verwiesen, bei dem sie ein zweites Mal anrufen muss. Erst fünf Stunden nach ihrem ersten Anruf wird sie von einem Notarzt ins Uniklinikum in Straßburg gebracht. Doch da ist es schon zu spät: Multiples Organversagen führt zu ihrem tragischen Tod, der, hätte man ihr Anliegen sofort ernst genommen, unter Umständen hätte verhindert werden können.