Werden Zigaretten 2019 wirklich so viel teurer?

Die SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert härtere Maßnahmen

Werden Zigaretten 2019 wirklich so viel teurer?

Es rauchen ungefähr eine Milliarde Menschen weltweit und davon rund 20 Millionen in Deutschland durchschnittlich 15 Zigaretten am Tag. Insgesamt sind das 15 Milliarden Zigaretten, die täglich geraucht und weggeworfen werden. Und darin genau sieht Bundesumweltministerin Svenja Schulze das Problem. Denn die Stummel landen leider meistens nicht im dafür vorgesehenen Mülleimer, sondern auf der Straße, auf Spielplätzen, in der Natur und im Ozean. 

Dass Rauchen für uns schädlich ist, wissen wir alle. Doch es sind leider auch Tiere und Umwelt schlimm davon betroffen. Das zeigen Daten der Organisationen Ocean Conservancy. Sie zeigen, dass ungefähr 2,6 Millionen Zigarettenfilter an Stränden weltweit von Freiwilligen wieder aufgesammelt wurden. Seit Beginn der Datenspeicherung der Organisation wurden über 60 Millionen Zigarettenstummel gefunden - mehr als Strohhalme, Plastiktüten oder Flaschen. Die Filme von Zigaretten bestehen aus Plastik und damit wird es wirklich gefährlich für die Tiere. Es wurden laut NBC News Zigarettenrückstände in 70 Prozent aller untersuchten Seevögel sowie einem Drittel der Meeresschildkröten gefunden.

Und dagegen will Svenja Schulze etwas unternehmen. Weiter auf der nächsten Seite. 

Werden Zigaretten 2019 wirklich so viel teurer?

Die SPD-Politikerin und Bundesumweltministerin will, dass die Tabakindustrie für den ganzen Müll, der durch die Zigaretten entsteht, verantwortlich gemacht wird.

Sie erklärt der Funke Mediengruppe: "Wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstellt, wird künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen. So könnte die Zigarettenindustrie zum Beispiel an den Kosten für die Reinigung von Stränden oder Parks beteiligt werden."

Wie sie das durchsetzen kann, erfährst du auf der nächsten Seite. 

Werden Zigaretten 2019 wirklich so viel teurer?

Das EU-Parlament hat schon Verbote gegen den Verkauf von Plastikbesteck und -strohhalmen durchgesetzt. Im Zuge dieser verschärfenden Maßnahmen, forderte das Parlament eine Kostenbeteiligung der Tabakindustrie. 

Schulze erklärt, dass sie hoffe, noch in diesem Jahr ein europaweites Verbot von überflüssigem Einwegplastik durchzusetzen. Außerdem müsse man auch weltweit viel drastischer gegen die Plastikvermüllung vorgehen. 

Wenn also die Tabakindustrie letztendlich wirklich für die Maßnahmen anteilig aufkommen muss, könnte es passieren, dass die Tabak- und Zigarettenpreise ansteigen.