Büffelmozzarella – blutiges Luxusgut

Das wissen die wenigsten über die Produktion

Büffelmozzarella – blutiges Luxusgut

Wenn wir früher im Supermarkt zum Büffelmozzarella griffen, fühlte sich das immer sehr erwachsen an. Dekadent. Als wolle man der ganzen Welt (oder zumindest dem Teil der Welt, der in diesem Moment im Supermarkt versammelt war) beweisen: Ich gönn' mir was. Oder aber: Ich hab ein Date und fahre schwere Geschütze auf. 

Doch seit wir mehr über die Produktion von Büffelmozzarella wissen, sieht das Ganze ein wenig anders aus: Denn hinter dem fertigen Luxusprodukt im Supermarktregal, das unbedacht in unseren Einkaufswagen wandert, steckt eine grausame Tötungsmaschinerie, von der die meisten von uns gar nichts ahnen.

Wie viel Leid Produktion und Kauf verursachen, zeigen wir dir auf den nächsten Seiten: 

Büffelmozzarella – blutiges Luxusgut

Warum ist der Kauf von Büffelmozzarella verwerflich?

Büffelmozzarella wird aus der Milch von Büffelkühen hergestellt. Diese müssen gerade trächtig sein oder aber gerade trächtig gewesen sein, damit die wertvolle Milch gewonnen werden kann. Jahr um Jahr werden sie also befruchtet, um die Herstellung des Luxuskäse zu garantieren. Aus Sicht der Bauern entsteht der Nachwuchs hierbei paradoxerweise als 'Nebenprodukt' – denn während der Käse sich international überaus großer Beliebtheit erfreut, ist die Nachfrage nach Büffelfleisch recht gering. Weibliche Kälber können später selbst trächtig werden, doch die männlichen Kälber sind damit aus ökonomischer Sicht quasi 'überflüssig'! 

Was passiert also mit ihnen?

Büffelmozzarella – blutiges Luxusgut

Männliche Kälber werden grausam entsorgt

Für die Bauern ist es zu teuer, die männlichen Kälber weiter aufzuziehen und zu füttern. Doch auch eine schnelle Schlachtung als Akt der Gnade lohnt sich aus finanzieller Sicht nicht. Was tut man also? Die wertvolle Büffelmilch, die für die Kälbchen bestimmt ist, zapft man für die eigene Produktion ab, während man die Kälber selbst schlicht und ergreifend verhungern und verwesen lässt. 

Tierschutzorganisationen wie "Vier Pfoten" berichten außerdem von Fällen, in denen die männliche Kälber kaltblütig erschlagen oder in Gülle ertränkt werden. Um ihr leiderfülltes Brüllen zu ersticken, bindet man ihnen dabei nicht selten die Mäuler zu. 

Diese gängige Praxis erklärt auch die folgenden grausamen Funde:

Büffelmozzarella – blutiges Luxusgut

Büffelfriedhöfe in ganz Italien

Wie zeit.de berichtete, finden sich in Italien immer mehr Büffelfriedhöfe aus den Kadavern der verhungerten Kälber, die sogenannten Cimitieri dei bufali. Aber auch überall sonst werden die Überreste der grausam entsorgten Tiere immer öfter gefunden, denn die Nachfrage nach Büffelmozzarella sinkt nicht. 

Während wir also meinen, uns beim Kauf etwas Gutes zu tun, stecken wir immer mehr Geld in die systematische Tötung von unschuldigen Büffelkälbern. Das eigentlich Luxuriöse an diesem blutigen Gut ist demnach, dass wir andere Lebewesen auf solch grausame und unnötige Weise für unseren Genuss hinrichten – und, ganz ehrlich, diese Art von Luxus kann man nicht wirklich wollen, oder?