Tipps für eine bessere Konzentration*

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und müssen täglich mit einer riesigen Informationsflut klarkommen. Apps wie Instagram und TikTok versorgen uns mit Kurzvideos und Google Alerts meldet die wichtigsten Nachrichten per Mitteilung auf dem Smartphone. Da ist es gar kein Wunder, dass vielen die Konzentration immer schwerer fällt. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen von zuhause arbeiten, wo noch viel mehr Ablenkungen lauern. Aber keine Angst – ein gutes Konzentrationsvermögen kommt nicht von ungefähr und kann gezielt gefördert werden. Die unten stehen Tipps verraten, was man alles tun kann, um schneller zu denken und seine Aufmerksamkeitsspanne zu erweitern.

Tipps für eine bessere Konzentration*
Quelle: Pixabay @mimithian

Regelmäßige Pausen 

Es gibt etliche Studien, die belegen, dass sich die meisten Menschen nur bis zu einer Stunde voll konzentrieren können. Danach fällt es schwer, Informationen gut zu analysieren oder gar zu behalten. Aus diesem Grund sollte man immer genügend Pausen einlegen. Dabei heißt es: Viele kurze Pausen sind immer besser als eine lange Pause. Denn gerade in den ersten Minuten profitiert das Gehirn von der Auszeit und der Erholungseffekt ist am größten. Nach 15 Minuten sollte die Konzentration gleich wieder leichter fallen. Auch ist es wichtig, die Pausen selber wählen zu können. Erzwungene Unterbrechungen lösen im Regelfall Stress und Ärger aus und bringen daher nur wenig.

Spielerisch das Gehirn trainieren

Das Denkvermögen und die Konzentration kann man auch spielerisch trainieren. Mit dem Musikmachen zum Beispiel. Bei Menschen, die musizieren, ist auch die Gefahr im Alter an Alzheimer oder Demenz zu erkranken deutlich geringer. Die Stimulierung kognitiver Fähigkeiten fördert nämlich die Aufmerksamkeit und das Erinnerungsvermögen. Während der Arbeit oder des Lernens kann auch klassische Musik die Konzentration positiv beeinflussen. Dies nennt man den „Mozart-Effekt“. Und wer seine grauen Zellen so richtig auf Trab halten will, spielt Memory- und Strategiespiele. Menschen, die Spiele wie Schach, Poker oder Blackjack, dem Vorgänger von „Vingt (et) un“, spielen, trainieren ihr strategisches Denken und genießen gleichzeitig den Unterhaltungsfaktor.

Tipps für eine bessere Konzentration*
Quelle: Pexels / Jonathan Borba

Bewegung macht den Unterschied

Noch effektiver als Pausen, in denen man sitzt oder liegt, sind Pausen, in denen man sich bewegt. Dabei muss man nicht gleich einen Marathon laufen. Kurze Spaziergänge oder Yoga-Übungen eignen sich hier am besten, da sie ohne weiteres in jeden Tagesablauf integriert werden können. Während der körperlichen Anstrengung kann sich der präfrontale Cortex regelrecht erholen, da das Gehirn mit motorischen Abläufen beschäftigt ist. Die Bewegung regt außerdem die Durchblutung an, sodass auch die Zellen im Gehirn mit mehr Sauerstoff und Glukose versorgt werden können. Beim regelmäßigen Sport bilden sich mehr Synapsen, auch Nervenverbindungen genannt. Dies führt zu enormen Leistungssteigerungen.

Schluss mit Multitasking

Arbeitgeber erwähnen in ihren Stellenausschreibungen immer wieder, dass sie nach Mitarbeitern suchen, die ein Talent für das sogenannte „Multitasking“ haben. Die Angewohnheit, mehrere Dinge auf einmal zu erledigen, ist jedoch kontraproduktiv und kann zu Konzentrationsmangel und Frust führen. Das Multitasking sorgt nämlich dafür, dass man insgesamt länger braucht und sich nicht voll und ganz einer Sache widmen kann. Und die Resultate sprechen oft für sich. Aus diesem Grund ist es immer besser, mit einer Checkliste zu arbeiten. Diese gilt es Schritt für Schritt und ohne Ablenkung abzuarbeiten. Wer etwas Hilfe braucht, sollte sich die beliebte Pomodoro-Technik etwas näher anschauen. Hier wird nämlich in produktiven Intervallen gearbeitet. 

Nervenfutter kann helfen

Um die Gehirnleistung zu steigern, kann man auch bestimmte Lebensmittel in seinen Speiseplan integrieren. Manche Fischsorten wie Lachs, Makrele oder Hering enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die nicht nur das Gehirn mit wichtigen Aminosäuren versorgen, sondern auch das Herz schützen. Für das Snacken zwischendurch eignen sich Nüsse und Samen. Nicht umsonst heißen leckere Nussmischungen auch Studentenfutter. Walnüsse, Haselnüsse, Pistazien und Paranüsse sind reich an B-Vitaminen und Vitamin E und haben eine besonders positive Wirkung auf Gehirn. Die perfekte Nervennahrung sind auch dunkle Beeren. Ihr Farbstoff Anthocyane stärkt nämlich die Denkfähigkeit. Aber noch wichtiger ist es, genügend Wasser zu sich zu nehmen. Meistens hängen Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen direkt mit einem Wassermangel zusammen.

Tipp: Sollte man nach Befolgen der obigen Tipps immer noch Probleme mit der Konzentration haben, gibt es bestimmte Meditationsübungen, die bei der bewussten Aufmerksamkeit helfen können.

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Alejandro Quintana Martinez (29). Alejandro ist Freelancer im redaktionellen Bereich rund um die Themen Medien, Reisen, Sport und Business.