Werden wir demnächst Wasser essen?

Diese Verpackung ist essbar und könnte unsere Weltmeere vor tonnenweise Plastikmüll schützen.

Werden wir demnächst Wasser essen?
Quelle: Pixabay

Man könnte meinen, im Alltag kommt man kaum (oder nur mit Umständen) an Plastikflaschen vorbei und jedes mal trinkt das schlechte Gewissen mit. Wie schnell ist eine solche Flasche gekauft, ausgetrunken und weggeschmissen?! Trotz Recycling (übrigens von lediglich 20% des Plastikmülls weltweit) ist die CO-2 Bilanz von PET-Flaschen äußerst schlecht. Immer wieder landen die Kunststoffbehälter in den Weltmeeren und fördern ein ökologisches Desaster. 700 Jahre braucht eine einzige Flasche, um sich zu zersetzen. Viele steigen wieder auf die Glasflaschen um, so wie es bereits vor einigen Jahren gebräuchlich war, als es noch nicht so viele dieser (zugegebenermaßen) praktischen Behälter gab. Was damals störte und viele auch heute von dem Kauf eines Kastens voll mit Glasflaschen hindert: Das Gewicht. Ein Londoner Start-Up erregt jetzt jedoch mit einer Idee die Weltöffentlichkeit, die zu einer Revolution führen könnte. Ihr Lösung: Essbare Wasserblasen...

Posted by Notpla on Tuesday, November 8, 2016
Quelle: Facebook

Die Londoner Studenten Rodrigo Garcia González, Pierre Paslier und Guillaume Couche haben das Prinzip einer essbaren Blase erfunden. Bei dieser Innovation handelt es sich sozusagen um einen XXL-Wassertropfen, der von einer Doppelmembran aus Meeresalgen umschlossen ist (das Prinzip ist mit einem Eigeld vergleichbar). Dieser überdimensionale Wassertropfen, dem das Start-Up den Namen "Ooho" gab,  kann inklusive seiner Membran verzehrt werden. Eine Flasche aus Plastik? Wird nicht mehr benötigt. Diese Alternative zum Umweltdesaster Plastikflasche ist nicht nur super einfach in der Herstellung, sondern auch günstig zu produzieren, hygienisch und biologisch abbaubar. Die Idee hinter der Technologie stammt aus der Molekularküche. Man benötigt lediglich große Eiswürfel, die zunächst in ein Calciumchloridbad und anschließend in ein Braunalgendbad gelegt werden. Durch diesen Vorgang bildet sich um die Eiswürfel eine Membran, das Eis darin schmilzt und fertig ist der Umweltretter. Die Wasserblase ist anschließend einige Tage haltbar und kann als Ganzes in den Mund genommen und zerplatzt oder aufgebissen werden, um anschließend daraus zu trinken.Die Entwickler tüfteln nun an der Weiterentwicklung des Produktes und könnten sich neben Wasser auch diverse andere Flüssigkeiten in diesen Membranen vorstellen. Innerhalb weniger Tage konnten sie bereits 800.000 Pfund durch Investoren einnehmen. Wir bleiben gespannt!!