Eine Spalte im Badeschrank: Das ist ihr wahrer Nutzen!

Habt ihr überhaupt noch sowas?

Urlaub. Wir haben uns gerade im Hotelzimmer einquartiert, arrangieren uns an die neuen Gegebenheiten, packen aus. Wir hängen die Kleidung in den Schrank, packen alle Hygieneartikel in den Badezimmerschrank und...bemerken diese kleine Mulde.

Viele Häuser und Schränke besitzen sie, diese kleine Einkerbung auf der Rückseite des Badezimmerschrankes, gar nicht mehr, es kommt nur in sehr alten Kommoden vor. Doch früher hatten diese Ritzen einen sehr wichtigen und gar nicht so unpraktischen Sinn – kennst du ihn noch? Wir haben für euch recherchiert und wahrlich unnützes Wissen, mit dem man bei Freunden glänzen kann, herausgefunden.

Rostfreier Stahl wurde erst in den 1960er Jahren wirklich tauglich für den Massenmarkt. Zuvor konnte man Rasierklingen tatsächlich nur zwei Mal benutzen, auf jeder Seite einmal – danach war die Infektionsgefahr und allgemeine Einschränkungen zu hoch. Doch was tun mit den angerosteten, alten Klingen? In den Hausmüll kann man sie nicht packen, zu hoch das Risiko, dass kleine Kinder oder wilde Tiere sie finden. Und genau darum gibt es diese Ritze!

Sie führen zu einem kleinen Stauraum hinter dem Schrank, in dem alte Rasierklingen eingeworfen werden konnten. Dort sind sie bis zur Unbrauchbarkeit eingerostet, ehe man sie in Massen entsorgt hat. Eine clevere Idee, die jedoch einen enormen Nachteil aufweist.

Nicht nur haben die verbrauchten, alten und rostigen Klingen einen unangenehmen Geruch, der durch das Loch in den Schrank dringt, nein: Wer irgendwann das Möbelstück wechseln oder renovieren möchte, muss höllisch aufpassen! Die alten Klingen werden rostig und porös, könnten also ziemlich gefährlich sein, wenn sie dann einmal zum Vorschein kommen. 

Das sind nur zwei der Gründe, wieso diese Spalte nur noch in sehr alten Gemäuern zu finden ist. Heutzutage besitzt jeder Rasierer aber Klingen aus rostfreiem Stahl - zum Glück. So ist das Loch gar nicht mehr nötig!