Neues Waffenverbot in der S-Bahn

Was du zukünftig lieber nicht mit in die S-Bahn nimmst

Neues Waffenverbot in der S-Bahn

Seit dem ersten November hat die Bundespolizei für die folgenden drei Monate einen Streckenabschnitt zur absoluten Waffenverbotszone erklärt. Zukünftig müssen Berlinerinnen und Berliner genau darauf achten, was sie bei sich tragen, wenn sie am Wochenende mit der S-Bahn fahren.

Was genau hinter der Allgemeinverfügung steckt, erfährst du im Folgenden!

Neues Waffenverbot in der S-Bahn

Genau bedeutet das, dass du ab sofort in den Nächten des Wochenendes, also von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag, keine „gefährlichen Werkzeuge“ bei dir haben darfst. Was genau unter „gefährliche Werkzeuge“ fällt, wissen die meisten. Messer, Pfefferspray und Baseballschläger. Aber auch Alltagsgegenstände wie ein Schraubenzieher fallen nun darunter. Eben alles, womit ein anderer Mensch verletzt werden könnte.

Was passiert, wenn wir mit einem solchen Gegenstand erwischt werden?

Neues Waffenverbot in der S-Bahn

Wer erwischt wird, muss eine Strafe von 250 Euro begleichen. Matthias Lehmann, Pressesprecher der Bundespolizei Berlin, erklärt, dass die neue Verordnung wichtig ist, „um Gewaltstraftaten zu verhindern“. Dies ist vor allem aus einem bestimmten Grund notwendig, wie Lehmann erklärt. Denn es kam in letzter Zeit zu einer „Zunahme der Gewaltintensität unter Verwendung gefährlicher Gegenstände“.

Neues Waffenverbot in der S-Bahn

Fragwürdig ist die neue Regel unter Berücksichtigung des eigenen Schutzes. Beispielsweise führen viele ein Pfefferspray zur Abwehr von Überfallen mit sich. Wird auch dies nun bestraft? Hier liegt die Entscheidung im Ermessen der Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei. "Wenn die Person den Beamten ein berechtigtes Schutzinteresse nachweisen kann, darf sie den Gegenstand mitführen“, so Lehmann. Dies sei immer eine Einzelfallentscheidung und pauschal nicht zu beantworten.

Neues Waffenverbot in der S-Bahn

Interessant sind die bisherigen Zahlen. Denn solche zeitlich begrenzten Verfügungen wurden schon mehrmals seit Mai 2018 eingeführt. Insgesamt wurden dabei 4000 Personen kontrolliert und ganze 116 Verstöße festgestellt. Davon mussten allerdings nur 36 Personen, die ein solches „gefährliches Werkzeug“ bei sich trugen, eine Strafe zahlen.

Experten finden die Verfügung problematisch, da die Entscheidung von einem einzigen Beamten gefällt wird. Damit stehe der Willkür Tür und Tor offen, was in einem Rechtsstaat nicht der Fall sein sollte.