Staat muss ihm nach Gerichtsstreit die Taxifahrt zur Schule bezahlen

Er wird nun jeden Tag mit dem Taxi zur Schule kutschiert

Staat muss ihm nach Gerichtsstreit die Taxifahrt zur Schule bezahlen

Nicht alle Kinder in Deutschland haben das Glück, dass sie ganz unkompliziert jeden Morgen mit dem Fahrrad, der Bahn oder zu Fuß zur Schule gelangen können. Besonders in ländlichen Gebieten sind Kinder oft auf Eltern mit einem Auto angewiesen oder auf einen Bus, der mit etwas Glück einmal in der Stunde fährt.

Für den 13-jährigen Marc Landendörfer ist der Schulweg lebensgefährlich. Von seinem Elternhaus bis zur Schule sind es zwar theoretisch nur 2,3 Kilometer Fußweg, doch die haben es in sich. 

Vor allem da Marc gerade eine schwerwiegende Operation hinter sich hat.

Was seine Eltern nun deshalb unternommen haben, erfahrt ihr auf der nächsten Seite!

Vom Marcs Dorf Marktschorgast in Bayern zu seiner Schule gibt es keinen Bus. Außerdem kann seine Mutter normalerweise nur eine Wegstrecke übernehmen. Den Rückweg muss Marc allein bewältigen.

Doch Marc hat X-Beine. Er hatte deshalb bereits eine Operation, aber der Junge läuft immer noch unter Schmerzen, weshalb der Fußweg zur Schule für ihn zur echten Qual wird.

Und damit nicht genug! Auf der kurvenreichen Landstraße, die Marc gehen muss, gilt das Tempo 80, sodass es bereits mehrmals zu brenzlichen Situationen mit Autofahrern gekommen ist, die den Schüler erst im letzten Moment gesehen haben.

Marcs Mutter und sein Stiefvater sind deshalb vor Gericht gezogen, um bei der Kommune ein Taxiservice für Marc zu erwirken.

Ob sie damit erfolgreich waren, erfahrt ihr mit einem Klick auf "Weiter"!

Der sichere Schulweg ist in Bayern Sache der Kommune, weshalb sich Marcs Familie an das Landratsamt wandte. Das Amt hielt den Weg aber im Sommer durchaus für zumutbar, allerdings ließ es dabei außer Acht, dass durch die Blätter der Bäume und die hochstehende Sonne die Gefahr für Marc dann noch größer ist, von einem Autofahrer verletzt zu werden. 

Nun kam es nach langem Streit zu einer Verhandlung am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof mit einer Ortsbegehung in Marktschorgast.

Danach wurde Marc und seinen Eltern Recht gegeben und der 13-Jährige wird nun jeden Tag im Winter und Sommer auf Staatskosten mit dem Taxi zur Schule gefahren.