Er bringt mit seinen Comics die Doppelmoral auf den Punkt
Jede Geschichte hat zwei Seiten, nicht immer ist alles schwarz oder weiß. Der Künstler @yes_but verdeutlicht mit Comics die Doppelmoral vieler Situationen:
#13 Ein Geschenk, aber ...
Über ein nett gemeintes Geschenk freut sich bekanntlich jeder – auch in Partnerschaften ist es von Vorteil, wenn man sich immer noch gegenseitig mit kleinen Dingen überrascht. Der Comic denkt die Geste mal einen Schritt weiter: Die Frau im Bild schenkt Bob ein Geschenk, doch im nächsten Bild sieht man, dass sie das Geschenk mit Bobs Kreditkarte bezahlt hat – eigentlich hat sich Bob also selbst beschenkt, denn er hat schließlich auch dafür gezahlt. Das macht den ganzen Nettigkeits-Gedanken ziemlich schnell kaputt. Eine richtige Doppelmoral, oder?
Viele User beschweren sich allerdings unter dem Comic, dass das Bild Vorurteile verbreitet: „Lustige Tatsache! Frauen können ihre eigenen Jobs und Debit-/Kreditkarten haben!!! verrückt oder?", ist nur einer der Kommentare.
#14 Garantie-Sticker, aber ...
Ist dir das schon einmal aufgefallen? Auf vielen Laptops ist irgendwo ein kleiner Sticker versteckt, auf dem steht: „Garantieverlust, wenn der Sticker entfernt wird" – doch fast jeder macht den Sticker sofort ab, schließlich ist er einfach nicht schön anzusehen. Was aber auf jeden Fall immer geht: Lustige und große Sticker von Pizza, Kaffee, nette Sprüche, die die Vorderseite des neuen Laptops zieren – sie sind schließlich individuell und machen deinen Laptop zu etwas ganz Besonderen.
PS: Die Sticker über den Garantieverlust sind übrigens eigentlich gar nicht mehr erlaubt! Du musst also keine Angst mehr haben, wenn du den Sticker entfernst.
#15 Tierleid, aber ...
Zugegeben: Wir alle waren doch schon einmal in einem Zoo oder Zirkus und haben uns dort über das Leid der Tiere aufgeregt, die dort eingesperrt zur Schau gestellt werden. Vor allem in den letzten Jahren ist es immer mehr Thema geworden, ob es noch vertretbar ist, solche Veranstaltungen zu besuchen – denn die Tiere haben mit absoluter Sicherheit keinen Spaß daran, beglotzt zu werden. An sich eine gute Sache, aber trotzdem ist es doppelmoralisch, auf der einen Seite das Tierleid zu beklagen, aber dann auf einem Urlaub in Thailand (oder ähnlichen Ländern) einen Elefantenritt zu buchen oder die Tiger in irgendwelchen Tempeln zu bestaunen … denn die Tiere mögen dort vielleicht in ihrem „natürlichen Umfeld“ sein, aber eigentlich geht es ihnen auch nicht besser als den Tieren im Zoo oder Zirkus. Dasselbe gilt übrigens auch für Kamelritte in der Wüste.
#16 Gläubig, aber ...
Im ersten Moment möchte man meinen, man sieht hier eine junge Frau, die in einem Tempel eine Gottheit verehrt und betet. Leider ist es in unserer Gesellschaft doch immer häufiger der Fall, dass mehr Schein als Sein herrscht. Viele Menschen, die beispielsweise im Urlaub Tempel und Glaubenshäuser besuchen, tun dies nicht etwa zur Andacht, sondern vielmehr, um ihren Follower*innen ein ganz spezielles Bild von sich zu vermitteln. Mit dem Hashtag wird dieses Bild im zweiten Comic dann nochmal verdeutlicht. Die Frau betet eben nicht wirklich, sondern tut nur so, um Likes und Zuspruch von ihren Follower*innen zu bekommen.