15 Fragen, die wir uns im Alltag stellen
Viele Dinge im Alltag haben sich als Standard etabliert. Zu den unpassendsten Zeiten kommen die Gedanken auf Fragen, auf die kaum jemand die Antwort kennt.
#4 Warum ist der Teller nach der Mikrowelle heiß, aber das Essen kalt?
Es ist für viele von uns ein nahezu unlösbares Unterfangen: Wie stellt man die Mikrowelle ein, damit das Essen im Anschluss die perfekte Temperatur hat? Sicherlich ist dir auch schon aufgefallen, dass der Teller nach den Umdrehungen im Gerät häufig zwar ziemlich heiß, die Mahlzeit aber immer noch kalt ist. Woran liegt das? Mikrowellen erwärmen vor allem die Wassermoleküle im Essen, sodass Speisen mit wenig Flüssigkeit oder ungleicher Verteilung auf dem Teller oft kalte Stellen behalten. Der Teller aus Keramik oder Porzellan kann sich durch Wärmeleitung und geringe Mikrowellenabsorption stark erhitzen. Ergebnis: ein heißer Teller, aber oft noch kaltes Essen. Am besten verteilt man die Mahlzeit flach und gleichmäßig, rührt sie zwischendurch um, deckt sie leicht ab und fügt bei Bedarf etwas Wasser oder Soße hinzu, um eine gleichmäßige Erwärmung zu erreichen.
#5 Warum heißt es Plätzchen?
Hast du dich zur Weihnachtszeit schon mal über das Wort Plätzchen gewundert? Klar, Plätzchen sind Kekse, Weihnachtsgebäck, kleine Leckereien. Aber warum nennt man die Weihnachtskekse Plätzchen und andere Kekse nicht? Das Wort Plätzchen kommt wirklich von etwas, dass auf einem Platz liegt. Ursprünglich waren Plätzchen vor allem kleine, flache Gebäckstücke, die man auf einem Blech platziert hat. Das Wort Keks kam erst recht spät in die deutsche Sprache – vermutlich erst im 19. frühen 20. Jahrhundert – und wurde vom englischen cake (Kuchen) entlehnt. Davor gab es vor allem seit dem 15. Jahrhundert das frühneuhochdeutsche Wort placz/blacz, das so viel wie flach, geformter Kuchen oder Fladen bedeutet. Das Wort Plätzchen kommt vor allem aus dem süddeutschen/österreichischen Raum und hat sich im Laufe der Zeit nur noch als ein Spezialwort für Weihnachten festgesetzt, wohingegen der Keks den Rest übernommen hat.
#6 Warum gibt es in Eisdielen nur dünne Servietten?
Wenn du in der Eisdiele ein Eis in der Waffel bestellst, ist fast immer eine hauchdünne Serviette darum gewickelt. Sie taugt nicht zum Mundabwischen und hat auch sonst keinen Nutzen, oder? Tatsächlich verwenden Eisverkäufer*innen die kleine Serviette als hygienischen Schutz der Waffel. Dein Eis kaufst du dir meist unterwegs bei einem Ausflug und hast nicht immer die Möglichkeit, deine Hände zu waschen. Die Waffel sorgt für Hygiene. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du das schmelzende Eis nicht sofort an den Fingerkuppen hast, wenn es die Waffel herunterläuft.
#7 Warum haben Glasflaschen unten diese Riffel?
Was auf den ersten Blick wie eine komische Dekoration aussieht, hat seinen Nutzen. Die Riffelung am Boden von Sekt- oder Weinflaschen verhindert, dass das Glas bei der Herstellung bricht. Die Riffel halten das Glas auf Abstand zum Förderband, infolgedessen platzt es weniger leicht. Holst du eine solche Flasche gekühlt aus dem Kühlschrank, hast du ebenfalls einen Vorteil. Durch den Hohlraum zwischen Tisch und Flasche entsteht kein Vakuum und deine eiskalte Flasche saugt sich nicht fest. Kondenswasser sammelt sich an der Unterseite der Flasche und versaut dir nicht den Tisch, auf dem die Flasche steht.