Toiletten, Ampeln und Co.: Deshalb haben Dinge im Alltag eine bestimmte Farbe
Hast du dich schon mal gefragt, warum Toiletten weiß und Ampeln rot und grün sind? Wir erklären, warum die Alltags-Dinge eine bestimmte Farbe haben.
#8 Warum ist der Himmel blau?
Ein Blick nach oben offenbart uns das faszinierende Phänomen eines blauen Himmels, doch warum ist das so? Die Antwort liegt in der Art und Weise, wie das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gestreut wird. Sonnenlicht besteht aus vielen Farben, die unterschiedlich stark gestreut werden, wenn sie auf die atmosphärischen Partikel treffen. Blaues Licht hat eine kürzere Wellenlänge und wird stärker gestreut als andere Farben. Diese Streuung sorgt dafür, dass der Himmel für uns überwiegend blau erscheint. Es handelt sich um ein Phänomen, das als Rayleigh-Streuung bekannt ist. Bei Sonnenaufgang und -untergang hingegen legt das Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurück, wodurch die blauen und grünen Wellenlängen stärker gestreut werden und Rottöne dominieren.
#9 Warum tragen Chirurg*innen grüne Kleidung im OP?
Früher trugen Chirurg*innen tatsächlich noch weiße Kittel, weil sie sauber und hygienisch wirkten. Doch die Farbe hatte einen Nachteil: sie reflektiert starkes Licht. Zusammen mit dem knallroten Blut entstand dann ein so heftiger Kontrast, dass die Augen schnell müde wurden. Bei langen Operationen konnte das dann sogar zu Sehstörungen führen, nicht gerade ideal beim Operieren. Dann kamen grüne und blaue OP-Kleidung ins Spiel – und das veränderte alles. Grün ist die Komplementärfarbe zu Rot, beruhigt also die Augen und reduziert somit Nachbilder. Blut und Flecken fallen auf Grün und Blau außerdem weniger auf, was das Team konzentriert hält. Zusätzlich unterstützen diese Farben auch die Tiefenwahrnehmung und schaffen ein natürlicheres Bild im OP-Feld. Auch psychologisch wirkt es beruhigend – sowohl für das Team als auch für die Patient*innen.