Nagelpilz: Ursachen, Symptome und Behandlung
Alles Wichtige rund um die Entstehung von Nagelpilz, die typischen Symptome und was man tun kann, um ihn wieder loszuwerden.
Apfelessig Fußbad
Apfelessig wird oft als Hausmittel gegen Nagelpilz genannt, aber man sollte davon keine Wunder erwarten. Der Essig ist sauer und das mögen Pilze zwar nicht besonders, trotzdem reicht das meistens nicht aus, um den Pilz komplett loszuwerden. Das Problem ist nämlich, dass der Pilz oft tief im Nagel sitzt und der Essig dort kaum hinkommt. Am Anfang oder bei sehr leichtem Befall kann Apfelessig helfen oder den Pilz zumindest ausbremsen. Einen richtigen Beweis dafür gibt es aber nicht. Bei stärkerem oder länger bestehendem Nagelpilz bringt Apfelessig alleine meist nichts.
Teebaumöl gegen Nagelpilz
Teebaumöl hat antibakterielle Eigenschaften und deshalb wird es oft bei Nagelpilz empfohlen. Bei leichtem oder frühem Befall kann es das Pilzwachstum etwas bremsen und den Nagelzustand verbessern. Viele tragen es regelmäßig direkt auf den betroffenen Nagel auf. Aber, wie bei Apfelessig auch ,kommt das Öl nur schwer tief in den Nagel, wo aber der Pilz sitzt. Deshalb schafft es Teebaumöl in den meisten Fällen nicht, den Nagelpilz komplett zu heilen. Wissenschaftlich ist die Wirkung außerdem nicht eindeutig bewiesen.
Wasserstoffperoxid gegen Nagelpilz
Wasserstoffperoxid wird ebenfalls manchmal als Hausmittel gegen Nagelpilz verwendet, weil es eine desinfizierende Wirkung hat. Es kann Bakterien und Pilze an der Oberfläche abtöten und wird deshalb zum Beispiel als Fußbad oder direkt auf den Nagel aufgetragen. Bei sehr leichtem oder frühem Befall kann das helfen, den Pilz etwas einzudämmen. Das Problem ist aber ähnlich wie bei anderen Hausmitteln: Der Nagelpilz sitzt oft tief im Nagel oder im Nagelbett, und dort kommt das Wasserstoffperoxid kaum hin. Deshalb reicht es in den meisten Fällen nicht aus, um den Pilz komplett loszuwerden. Außerdem kann es die Haut austrocknen oder reizen. Wasserstoffperoxid eignet sich daher höchstens als unterstützende Maßnahme, ersetzt aber keine medizinische Behandlung.
Wer ist von Nagelpilz betroffen?
Nagelpilz kann grundsätzlich jeden treffen, aber es gibt klare Muster, wer ihn häufiger bekommt. Insgesamt leiden etwa 12 % der Bevölkerung an Nagelpilz, wobei das Risiko mit dem Alter deutlich steigt. Bei über 60-Jährigen sind rund 20 % betroffen, und bei Menschen über 70 Jahren sogar bis zu 50 %, also etwa jeder Zweite. Das liegt unter anderem daran, dass Nägel im Alter langsamer wachsen und sich Pilze leichter festsetzen können. Kinder bekommen Nagelpilz zwar seltener, er kann aber auch bei ihnen auftreten. Zum Beispiel durch Schwimmbadbesuche oder engen Kontakt mit infizierten Personen.