22 Dinge, die im Supermarkt verboten sind
#18 Warum darf man Pfandbons nicht in jeder Filiale einlösen?
Pfandflaschen kannst du in der Regel überall dort zurückgeben, wo auch bepfandete Einweg- oder Mehrwegflaschen verkauft werden. Doch warum lässt sich der Pfandbon meist nur in der Filiale einlösen, in der du die Flaschen abgegeben hast? t-online hat nachgefragt „Nach der Rückgabe erzeugt der Pfandautomat einen Datensatz und überträgt diesen an die Kasse in der Filiale“, erklärt ALDI. Dieser könne technisch nicht filialübergreifend genutzt werden. REWE nennt zusätzlich einen wirtschaftlichen Grund: Viele Märkte werden von selbstständigen Betreiber*innen geführt – als eigenständige Unternehmen wie GmbHs oder oHGs. Sobald eine Filiale Pfandgut an den Großhandel weiterreicht, bekommt sie dafür das Pfandgeld zurück, das zuvor an Kund*innen ausgezahlt wurde. Wird der Bon aber in einer anderen Filiale eingelöst, entsteht dort ein Verlust, da sie für diese Flaschen keine Erstattung bekommt. „Es gibt kein zentrales System, das eine nachträgliche Verrechnung zwischen unabhängigen Märkten erlaubt“, so REWE. Das gelte nicht nur für REWE, sondern auch für andere Händlerverbünde wie EDEKA, Raiffeisen oder Expert. Auch EDEKA bestätigt, dass Pfandbons nur am Ausstellungsort gelten – aus denselben Gründen. Anders läuft es bei Lidl. Dort können Pfandbons grundsätzlich in jeder Filiale eingelöst werden, allerdings muss der Betrag manuell eingegeben werden. Sollte das einmal nicht klappen, hilft der Kundenservice weiter. Dennoch bevorzugt Lidl die Einlösung am Ort der Rückgabe. Kaufland und Netto machen es einfacher: Beide erlauben die Einlösung des Pfandbons bundesweit in allen Filialen – ohne Einschränkungen.
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