14 Fehler, die jeder beim Fahrradfahren begeht
Auch erfahrene Radfahrer machen Fehler, die ihre Sicherheit gefährden können. Das sind die häufigsten Fehler beim Fahrradfahren und wie du sie vermeidest.
#12 Zebrastreifen mit Fahrrad überqueren
Viele Radfahrer machen den Fehler, Zebrastreifen wie Fußgänger zu nutzen, ohne abzusteigen. Dabei gilt: Zebrastreifen sind für Fußgänger gedacht. Wenn du auf dem Fahrrad sitzt, musst du den Zebrastreifen wie eine normale Fahrbahn behandeln. Steige daher ab und schiebe dein Rad über den Zebrastreifen, um Missverständnisse mit Autofahrern zu vermeiden. So signalisierst du klar, dass du als Fußgänger den Vorrang hast und erhöhst gleichzeitig deine Sicherheit. Durch das Absteigen und Schieben bist du besser sichtbar und kannst schneller auf unvorhergesehene Situationen reagieren.
#13 Wie nimmst du Kinder sicher mit?
Beim Transport von Kindern auf dem Fahrrad gilt es, typische Fehler konsequent zu vermeiden. Fahrer*innen unter 16 Jahren dürfen keine Kinder transportieren, zudem gilt für Kinder im Anhänger oder Fahrradsitz ohne Behinderung eine strikte Altersgrenze bis zum vollendeten siebten Lebensjahr. Auch die Überbelegung ist riskant, da auf einem einspurigen Fahrrad nur ein Kind und im Anhänger maximal zwei Kinder erlaubt sind. Ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko stellt ungeeignete Ausrüstung dar. Normale Güter-Lastenräder ohne spezielle Sicherheitsausstattung dürfen ebenso wenig genutzt werden wie Sitze oder Anhänger, die nicht den Normen DIN EN 14344 beziehungsweise DIN EN 15918 entsprechen. Zudem darf niemals auf Gurtsysteme und einen wirksamen Speichenschutz verzichtet werden.
Wer ein Kind im Sitz oder Anhänger transportiert, darf nicht auf dem Gehweg fahren, sondern muss den Radweg oder die Straße nutzen. Eine Ausnahme gilt nur bei spezieller Beschilderung oder wenn das Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr selbst auf dem eigenen Rad fährt – nur dann darf die Aufsichtsperson auf dem Gehweg begleiten. Schließlich wird oft das veränderte Fahrverhalten unterschätzt: Der höhere Schwerpunkt bei Kindersitzen oder die Breite von Anhängern erfordern zwingend eine vorherige Eingewöhnung ohne Kind, um gefährliche Fahrfehler zu vermeiden.
#14 Brauchen Kinder im Anhänger einen Helm?
Obwohl in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht besteht, sollten Kinder im Fahrradanhänger aus Sicherheitsgründen unbedingt einen Helm tragen. Er schützt bei Unfällen oder einem Umkippen des Anhängers effektiv vor schweren Kopfverletzungen. Ein häufiger Fehler in der Praxis ist jedoch die Wahl des falschen Helms: Normale Modelle sind am Hinterkopf oft zu dick, wodurch der Kopf des Kindes an der steilen Rückenlehne unangenehm nach vorne gedrückt wird. Das führt zu einer unbequemen Haltung und lässt den Kopf beim Schlafen gefährlich absacken.
Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten Eltern spezielle Kleinkindhelme wählen, die am Hinterkopf extra flach geformt sind. Zudem hilft es, die Rückenlehne des Anhängers in eine leichte Liegeposition zu bringen und den Nacken zusätzlich mit einem kleinen Nackenhörnchen zu stützen. So reist das Kind im Anhänger nicht nur maximal sicher, sondern auch ergonomisch und bequem.