„Titanic“: Welche Fakten und echte Personen stecken in dem Film?
„Titanic“ ist ein Kultfilm und die meisten wissen auch, dass er auf einer echten Geschichte beruht. Doch welche Fakten und Personen sind historisch korrekt?
Warum sind Isidor und Ida Straus mit der Titanic untergegangen?
Wie in der aus dem Original geschnittenen Szene des Videos zu erkennen ist, weigerte sich daraufhin auch Ida Straus, in eines der rettenden Boote zu steigen. Berichten zufolge erklärte sie ihrem Ehemann: „Wir haben 40 wundervolle Jahre miteinander verbracht und sechs wunderschöne Kinder miteinander. Wenn du in kein Boot steigst, werde ich es auch nicht tun.“ Die tapfere Frau soll daraufhin ihren Pelzmantel ausgezogen und ihrem Dienstmädchen Ellen Bird gegeben haben, da diese ihn auf dem Boot dringender brauchen würde als sie selbst. Kurz darauf soll eine große Welle über das Schiff hinweggefegt sein, welche die beiden erfasste und mit sich in die Tiefe riss.
Wer ist Wendy Rush? Was hat sie mit der Titanic zu tun?
Wendy Rush ist die Urur-Enkelin von Ida und Isidor Straus. Bekanntheit erlangte sie als Kommunikationsdirektorin des Expeditionsteams des U-Boots Titan von OceanGate. Am 18. Juni 2023 implodierte das U-Boot während eines Tauchgangs zum Wrack der Titanic. Dabei kamen fünf Insassen ums Leben. Der Pilot der Titan war Wendy Rushs Ehemann Stockton Rush, der bei der Tauchfahrt ebenfalls sein Leben ließ. Über ein Jahrhundert später hat also dieselbe Familie bei einem Unglück wieder Angehörige verloren. Zwei Jahre nach der grauenvollen Tragödie zeigt Videomaterial vom Unglückstag, dass Wendy Rush die Implosion der Titan gehört hat. Zum damaligen Zeitpunkt konnten weder sie noch ihre Crewmitglieder das Geräusch korrekt zuordnen, das den schrecklichen Moment dokumentiert.
Wer war der echte Kapitän der Titanic?
Auch diese Szene hat uns bestimmt das Herz gebrochen: Der Kapitän der Titanic, Edward John Smith, weigert sich dem Gesetz der Seefahrt etwas entgegenzusetzen und will als Letzter den sinkenden Kahn verlassen. Er geht zurück auf die Kommandorücke, berührt das Steuerrad und eine Welle schlägt durch das Fenster und füllt den Raum mit Scherben und Wasser. Das Ende eines edlen Mannes.
Auch der echte Edward John Smith ertrank beim Untergang der Titanic. Er war einer der berühmtesten Personen an Bord. Als die mächtige RMS Titanic in der finsteren Nacht des 14. April 1912 mit einem unerbittlichen Eisberg kollidierte, war Kapitän Smith nicht auf der Kommandobrücke präsent. Doch rasch eilte er herbei, um sich vom Erstem Offizier William M. Murdoch über die verhängnisvollen Geschehnisse informieren zu lassen. Gemeinsam mit dem genialen Schiffskonstrukteur Thomas Andrews unternahm er einen kühnen Kontrollgang, der ihm die bittere Wahrheit offenbarte: Das Schicksal der Titanic war besiegelt. Andrews, der Weise der Schiffe, prophezeite den unausweichlichen Untergang.
Was ist zu den Todesumständen von Edward John Smith bekannt?
Inmitten dieser bedrückenden Gewissheit gab Kapitän Smith den Befehl, die Rettungsboote klarzumachen. Unvergleichlich in seiner Verantwortung beaufsichtigte er mit stoischer Entschlossenheit die Besetzung der Boote, und sein Blick ruhte fest von der majestätischen Brücke aus. Den tapferen Funkern Jack Phillips und Harold Bride gebot er, das schicksalsträchtige Notsignal in die eisige Weite zu senden. Doch noch bevor die Unabwendbarkeit des Schicksals das stolze Schiff verschlang, schritt Smith erneut in den heiligen Raum der Kommunikation. Dort entband er die beiden Helden von ihren Pflichten. Das Verbleiben des unerschrockenen Kapitäns Smith zum Zeitpunkt des unausweichlichen Untergangs der Titanic um 2:20 Uhr ist ein ungelöstes Rätsel. Einige Überlebende gaben an, sie hätten ihn zuletzt auf der Brücke gesehen, die kurz danach überflutet wurde. Edward John Smits Leiche wurde nie gefunden. Er hinterließ seine Frau Sarah Smith und seine Tochter Helen.
Gab es die Kapelle auf der Titanic wirklich?
Für viele klingt es absurd, fast wie ein Mythos, aber diese Geschichte stimmt ebenfalls: Die acht Musiker der Kapelle, die auf der Titanic für Tanzmusik sorgten, spielten an Bord, bis das Schiff schließlich vom Meer verschluckt wurde. Und das, obwohl die Künstler des Schiffs keine Angestellten der White Star Line (der die Titanic gehörte) waren, und deshalb auch nicht verpflichtet, bis zuletzt auf dem Schiff zu bleiben, wie die übrigen Crewmitglieder. Sie hätten sich also jederzeit retten können, doch sie entschlossen sich zu bleiben. Sie spielten nach Aussagen von Überlebenden, bis das Schiff sich aufbäumte und sank, Ragtime und Walzern, um die anderen Passagiere zu beruhigen.
Wer waren die Musiker der Titanic-Kapelle?
Die Musiker waren Theodore Ronald Brailey (Pianist, 24 Jahre alt), Roger Marie Bricoux (Cellist, 20 Jahre alt), John Frederick Preston Clarke (Bassist, 30 Jahre alt), Wallace Hartley (Bandmaster und Geiger, 33 Jahre alt), John Law Hume (Geiger, 21 Jahre alt), Georges Alexandre Krins (Geiger, 23 Jahre alt), Percy Cornelius Taylor (Cellist, 32 Jahre alt) und John Wesley Woodward (Cellist, 32 Jahre alt). Die acht jungen Männer, die du oben auch auf dem Bild sehen kannst, starben beim Untergang.
Der Körper des Bandleaders Wallace Hartley wurde zwei Wochen nach dem Unglück aus dem Atlantik geborgen und seine Spieluhr, die er als Instrument nutzte, hing immer noch um seinen Hals. Was für ein trauriges Ende.