Aktuelle Rückrufe im Supermarkt & Co.: Vor welchen Produkten wird 2026 gewarnt?
Welche Lebensmittel und Produkte werden aktuell im Supermarkt oder der Drogerie zurückgerufen? Aus welchen Gründen und welche Gefahren bestehen?
Käse- und Weinrückruf bei Aldi
Der Hersteller Cucina Nobile ruft das Produkt Gorgonzola dolce (200 g, Charge 36313008, MHD 07.02.27) vorsorglich zurück. Auf der Verpackung ist ein falsches Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben: Das Produkt ist tatsächlich nur bis zum 07.02.26 haltbar. Laut Hersteller ist der Verzehr bis zum korrekten Datum unbedenklich, dennoch erfolgt der Rückruf aus Sicherheitsgründen. Betroffene Käsepackungen wurden bereits aus den Verkaufsregalen entfernt. Kund*innen können das Produkt in der jeweiligen Filiale zurückgeben, auch ohne Kassenbon, und erhalten den Kaufpreis erstattet.
Parallel ruft Aldi Nord auch den alkoholfreien Rotwein Rubinaia (0,75 l, Charge L2512397) zurück. Aufgrund mikrobiologischer Prozesse kann es in den Flaschen zu Überdruck kommen, der den Korken unkontrolliert herausschleudert. Das stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Kund*innen sollten die betroffenen Flaschen nicht konsumieren und können sie ebenfalls zurückbringen.
„Sugar Free Coffee Collection“ von TK Maxx
Der Hersteller der „Sugar Free Coffee Collection“, die bei TK Maxx verkauft wird, hat einen bundesweiten Rückruf gestartet. Betroffen ist das Set mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.09.2026. Grund für den Rückruf sind fehlende Hinweise auf mögliche Allergene: Auf der Verpackung ist nicht angegeben, dass Weizen, Soja, Erdnüsse oder andere Schalenfrüchte enthalten sein könnten. Für Menschen mit entsprechenden Allergien kann dies ernsthafte Gesundheitsrisiken bedeuten. Verbraucherinnen und Verbraucher, die das Produkt bereits gekauft haben, können es auch ohne Kassenbon in jeder TK‑Maxx-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.
Dog‘s Nature ruft erneut Hundesnacks wegen Salmonellen zurück
Im November 2025 gab es bereits den ersten Rückruf der Marke, im Dezember folgten zwei weitere und auch im Januar 2026 warnt Dog‘s Nature jetzt erneut vor Hundesnacks, die in großen Supermärkten verkauft werden.
Betroffen sind diesmal K Carinura Schweineohren ohne Muschel von Kaufland (2 Stück, MHD 09/2027, Losnummer 0-248-255) sowie Dog Rinderkaustangen (400 g) und Dog Schweineohren/-Stücke (400 g) von Norma. Betroffene Chargen der Rinderkaustangen: 0-272-25K1 (MHD 09/2027), 0-288-25K1 (MHD 10/2027), 0-307-25K1 und 0-308-25K1 (MHD 11/2027). Charge der Schweineohren/-Stücke: 0-252-2551 (MHD 09/2027). Dog's Nature hat in einigen Chargen Salmonellen festgestellt und rät „dringend von der Verfütterung“ ab. Wer die Snacks bereits gegeben hat und Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Fieber bemerkt, sollte sofort eine Tierklinik aufsuchen. Kaufland und Norma nehmen die Produkte auch ohne Kassenbon zurück. Weitere Infos: info@dogsnature.com.
Dog Rinderkaustange
Der Hersteller „Dog's Nature“ hat am 30. November 2025 den Hundesnack „Dog Rinderkaustange, Natursnack für Hunde“ zurückgerufen, der unter anderem von Discounter Norma verkauft wird. Betroffen ist das Produkt: „Dog Rinderkaustange, 400g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 1.3.2027 und der Chargennummer „0-063-25K2“. Käufer*innen finden die Angaben an dem Falz der Rückseite des Beutels. Das Produkt kann mit Salmonellen verunreinigt sein.
Salmonellen sind eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien aus der Familie der Enterobakterien, die bei Menschen und vielen Tieren Krankheiten verursachen können. Hunde weisen in der Regel gegenüber Salmonellen eine natürliche Robustheit auf. Dennoch können in bestimmten Fällen Symptome wie Durchfall, Fieber oder Erbrechen auftreten. In seltenen Fällen sind schwerwiegendere Krankheitsverläufe möglich. Doch auch die Hundebesitzer*innen sollten achtsam sein: Gerade weil viele Infektionen bei Hunden symptomlos verlaufen können, besteht auch für die im Haushalt lebenden Menschen das Risiko einer Infektion, etwa durch Kontakt mit Ausscheidungen oder mit kontaminierten Kauartikeln. Insbesondere Babys und Kleinkinder, sowie ältere und abwehrgeschwächte Menschen sind besonders gefährdet. Bei Symptomen wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.