Aktuelle Rückrufe im Supermarkt & Co.: Vor welchen Produkten wird 2026 gewarnt?
Welche Lebensmittel und Produkte werden aktuell im Supermarkt oder der Drogerie zurückgerufen? Aus welchen Gründen und welche Gefahren bestehen?
Wandleuchten von Ikea
Ikea startet aktuell eine Rückrufaktion für Wandleuchten der Serie Nymåne in Österreich und der Schweiz. Grund ist ein Herstellungsfehler: Die Isolierung eines Kabels kann unzureichend sein, wodurch die Gefahr eines Stromschlags besteht. Kund*innen sollten die betroffenen Lampen auf keinen Fall weiter benutzen und unbedingt vom Stromnetz trennen, bevor sie den Aufkleber im Inneren des Lampenschirms überprüfen. Auch ohne Kaufbeleg können die Leuchten in jedem Ikea-Einrichtungshaus zurückgegeben werden, der volle Kaufpreis wird erstattet. Ein Stromschlag kann Schmerzen, Muskelkrämpfe oder in schweren Fällen Herzrhythmusstörungen verursachen, daher sollte bei Beschwerden ärztlicher Rat eingeholt werden.
Betroffene Produkte:
Nymåne Wand-/Leseleuchte weiß – Artikel-Nr.: 203.569.09
Nymåne Wand-/Leseleuchte anthrazit – Artikel-Nr.: 504.152.24
Nymåne Wandleuchte doppelt, weiß – Artikel-Nr.: 204.286.47
Datumsstempel: 2217 bis 2550, Lieferantennummer: 23241
Babynahrung von Danone
Danone muss Anfang Februar 2026 weitere Produkte seiner Babynahrung zurückrufen. Betroffen sind die Marken Aptamil und Milumil. Hintergrund sind neue Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) zu einem Bakteriengift namens Cereulid. Das Gift kann bei Säuglingen schnell zu Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen führen.
Cereulid kann in Arachidonsäureöl stecken, das Säuglingsnahrung zugesetzt wird, um eine menschliche Fettsäure nachzuahmen. Die Sporen des Bakteriums überleben trockene Zutaten und normale Erwärmung zu Hause. Das Öl stammt aus China, von der Firma Cabio Biotech in Wuhan.
Eltern sollten auf keinen Fall betroffene Produkte weiter nutzen. Auf den Websites aptaclub.de und milupa.de lässt sich anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums prüfen, ob ein gekauftes Produkt betroffen ist. Wer bei Babys nach dem Verzehr Erbrechen oder Durchfall bemerkt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen, gerade der Gesundheitszustand von Säuglingen kann sich schnell verschlechtern.
Auch in Großbritannien und Frankreich gibt es Fälle von möglichen Vergiftungen. Schon Anfang Januar hatte auch Nestlé Produkte wegen des gleichen Toxins zurückgerufen.
Die gekauften Produkte können im Mark zurückgegeben werden.
Brotaufstriche von dm
Im Februar 2026 wird der „dmBio Getrocknete Tomate & Feta Genuss-Aufstrich“ zurückgerufen. Es geht um die Gläser mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 04.06.2027. Laut Hersteller wurde vereinzelnd Cashewcreme-Aufstrich statt des angegebenen „Getrocknete Tomate & Feta Genuss-Aufstrich“ in Gläser abgefüllt bzw. falsch ausgezeichnet. Vor allem für Allergiker*innen kann dies sehr gefährlich werden und vom Verzehr wird für betroffene Personen dringend abgeraten. Sowohl angebrochene als auch noch verschlossene Gläser können zum Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenzettels in dm-Filialien erstattet werden.
Rewe-Salami
Bei Rewe wird im Februar 2026 ein beliebtes Produkt der Eigenmarke „ja“ vom Hersteller Gustoland GmbH zurückgerufen. Und zwar die 200-Gramm-Packung der Delikatess-Salami. Betroffen sind die Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdaten 28.2.26 und 1.3.26. Angabe zu folge können Escherichia-coli-Bakterien (STEC) sein, die zu Durchfall und sogar blutigen Durchfall, Bauschmerzen, Fieber und bei schweren Verläufen sogar zu Nierenversagen führen können. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Alle gekauften Artikel können auch ohne Kassenbon erstattet werden.