Ein wahres Verbrechen in Sögel: Was geschah mit Elke?
Ein wahres Verbrechen: Elke ist erst 24 Jahre alt, als ein unbekannter Täter sie 1995 aus dem Leben reißt. Was geschah wirklich damals in Sögel?
Jahre der Ungewissheit
In den folgenden Jahren bleibt der Mord an Elke ungelöst. Die Polizei findet zwar fremde Fasern an ihrer Kleidung – olivgrün und blau –, doch ohne passenden Vergleich sind sie wertlos. Auch die DNA-Spuren am Körper stammen nur von Elke selbst. Immer wieder hoffen Familie und Freund*innen auf einen Durchbruch. Doch nach fünf Jahren werden die Ermittlungen eingestellt. Der Fall wird zu einem „Cold Case“.
Ein Funke Hoffnung im Jahr 2018
23 Jahre nach dem Mord, im Jahr 2018, führt neue Spurentechnik zu einem Durchbruch. Elkes T-Shirt wird erneut untersucht und diesmal findet man eine DNA-Spur, die nicht zu ihr gehört. Die Forensiker arbeiten unter Hochdruck. Nach intensiver Analyse wird die DNA mit der polizeilichen Datenbank abgeglichen und es gibt einen Treffer. Der Name des Verdächtigen: Siegfried K. Ein Mann, der zu Elkes Lebzeiten völlig außerhalb ihres Umfelds stand.
Ein Täter aus dem Nichts
Siegfried K. ist zur Tatzeit 41 Jahre alt. Er ist ein vielfach vorbestrafter Krimineller mit einer langen Geschichte von Gewalt, besonders gegenüber Frauen. 2011 wird er als „dümmster Bankräuber Deutschlands“ bekannt, doch sein eigentliches Verbrechen liegt Jahre zurück. Die neue DNA-Spur entlarvt ihn.
Widersprüchliche Aussagen im Verhör
Als die Polizei K. befragt, streitet er den Mord ab. Er behauptet, am Tag vor dem Verbrechen auf der Kirmes gewesen zu sein und sich dort kurz an eine Frau angenähert zu haben – angeblich Elke. Die Ermittler*innen sind misstrauisch: Woher weiß er nach 23 Jahren so genau, mit wem er Kontakt hatte? Seine Version wirkt wie ein Deckmantel. Die Polizei vermutet: K. versucht, die gefundenen Spuren mit einer harmlosen Geschichte zu erklären.