Heizkosten sparen: Warum ein vollaufgedrehtes Thermostat nichts bringt
Draußen ist es eiskalt, darum heißt es jetzt: heizen! Ein vollaufgedrehtes Thermostat bringt aber nichts! So kannst du Heizkosten sparen - ohne zu frieren!
Heizung entlüften und Heizkosten sparen
Das Entlüften deiner Heizung hat einige Vorteile: Sie wird gleichmäßig warm und spart dir Heizkosten, weil sie weniger Energie verbraucht. Achte auf Geräusche wie Gluckern oder Fließen – das bedeutet, dass Luft in den Rohren ist. Wenn die Heizung trotz Einschalten nicht richtig warm wird, solltest du sie entlüften. Am besten machst du das zu Beginn jeder Heizperiode. Warum? Luft in den Rohren blockiert den Fluss des heißen Wassers, und das sorgt dafür, dass die Heizung mehr Energie braucht, aber trotzdem nicht warm wird. Wenn das Wasser richtig zirkulieren kann, läuft die Heizung effizient und du sparst Heizkosten.
Das brauchst du zum Entlüften
Für das Entlüften der Heizung muss man wirklich kein geborener Handwerker sein. Mit ein bisschen Vorsicht und gesundem Menschenverstand schafft man das auch ganz einfach alleine und dauert in der Regel auch nicht länger als fünf Minuten. Du benötigst dafür drei Dinge:
- Entlüftungsschlüssel: Das ist ein Vierkantschlüssel, den man in jedem Baumarkt bekommt oder wahrscheinlich sogar daheim rumliegen hat.
- Behälter: Um die entweichende Flüssigkeit aufzufangen, haltet euch auf jeden Fall einen Behälter bereit.
- Tuch oder Lappen: Falls etwas daneben geht, ist auch ein Lappen von Vorteil.
Step-by-Step Erkärung
- Stelle deine Umwälzpumpe ab: Damit die Luft nicht weiter im Heizkörper und den dazugehörigen Rohren zirkuliert, sollte man die Pumpe abstellen. Wer keinen Zugang zur Umwälzpumpe hat, sollte darauf achten, den Heizkreislauf der Wohnung abzuschalten.
- Voll aufdrehen: Drehe deine Heizung komplett auf und warte, bis genug Luft im Heizkörper vorhanden ist.
- Entlüftungsschlüssel ans Ventil setzen: Jetzt geht's ans Eingemachte. Setze deinen Schlüssel an das Ventil der Heizung und halte einen Behälter für das entweichende Wasser bereit. Dann öffnest du das Entlüftungsventil (das sich übrigens gegenüber vom Thermostat befindet) eine viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn. Wenn ein leichtes Zischen hörbar ist, läuft alles super, die Luft entweicht aus dem Heizkörper. Dann sollte kurz eine kleine Fontäne Wasser aus der Heizung kommen.
- Entlüftung abschließen: Sobald ein konstanter Wasserstrahl aus der Öffnung kommt, heißt das, der Vorgang ist erfolgreich abgeschlossen. Dann kannst du das Ventil wieder schließen. Gegebenenfalls solltest du noch nachprüfen, ob deine Heizung genug Wasser hat und falls nötig, nachfüllen.
Keine Heizung ist auch keine Lösung
Viele werden wahrscheinlich versuchen dieses Jahr weniger zu heizen. Manche spielen vielleicht sogar mit dem Gedanken, komplett auf die Heizung zu verzichten und sich einfach wärmer anzuziehen. Warum das keine gute Idee ist, sagen wir dir jetzt:
- Der offensichtlichste Grund ist natürlich, dass man dadurch seiner eigenen Gesundheit schadet. Mit zu kalten Räumen setzt man eindeutig sein Wohlbefinden auf's Spiel und ist anfälliger für Krankheiten.
- Die Entstehung von Schimmel wird in zu kalten Räumen enorm gefördert. Bei kalten Temperaturen kondensiert die Feuchtigkeit dann an den Wänden und so entsteht gesundheitsschädlicher Schimmel.
- Falls durch eure Weigerung zu Heizen Schimmel an den Wänden entsteht, hat euer Vermieter das Recht euch fristlos die Wohnung zu kündigen. Dabei handelt es sich dann um Gefährdung oder Vernachlässigung der Mietsache. Da zahlt man lieber ein wenig Heizkosten, aber behält seine Wohnung.