Preiserhöhungen: Die Kosten erwarten Kunden von Netflix, Amazon Prime, Spotify & Co.
Neues Jahr, neue Kosten: Wir sagen dir, bei welchem Abo du bald mit Preiserhöhungen rechnen musst. Netflix, Amazon Prime, Spotify & Co., wir wissen alles!
Sammelklage gegen Prime Video
Die Verbraucherzentrale Sachsen sagt, dass der Schritt mit der Werbung nicht ganz legal sei und klagt gegen Amazon. Die Verbraucher*innen mussten 2,99€ zahlen, wenn sie die vorher genannte Werbung auf Prime Video nicht sehen möchten. Rechtswidrig daran sei laut der Verbraucherzentrale, dass man als Kund*innen keine Möglichkeit hatte zu widersprechen, sondern entweder die Werbung oder den Aufpreis nehmen musste. Auch Stiftung Warentest und verschiedene Urteile des Bundesgerichtshofs und des Kammergerichts Berlin stützen diese Ansicht. Deshalb gibt es nun ein Extra-Formular für alle, die ihr Prime-Abo vor dem 5. Februar 2024 abgeschlossen haben auf der Webseite des Bundesamts für Justiz. Hierbei ist es auch egal, für welche Option du dich entschieden hast, also die Werbung oder den Aufpreis. Da davon auszugehen ist, dass die Klage einige Jahre dauern wird, könnten sich da mit den betroffenen 36€ im Jahr einiges zusammen läppern. Eine Info ist allerdings an dieser Stelle unerlässlich: genau wie du dein Konto kündigen kannst, ist auch Amazon selbst berechtigt den Vertrag zu beenden. Bislang sind jedoch keine Kündigungen bekannt geworden.
Sammelklage gegen Preiserhöhung von 2022
Preiserhöhungen, neue Abo-Modelle und Co. sind natürlich auch bei Prime Video nichts neues. Im Jahr 2022 stieg der bis dato Abo-Preis um sagenhafte 20,90 Euro. Dagegen klage vor allem die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und bekam vor dem Landgericht recht, dem stimmte auch das Oberlandsgericht Düsseldorf zu. Für Verbraucher*innen, die ihr Abo vor Herbst 2022 abgeschlossen haben, bedeutet das, dass sie die Preiserhöhung vom Amazon zurück verlangen können. Stiftung Warentest stellt einen Musterbrief zur Verfügung mit dem man die Klage einreichen und sein Geld zurückverlangen kann, da diese Zahlungen nicht verjähren. Außerdem wird geraden dies bis Ende 2025 zu tun.
Nächste Einschränkung: Amazon Prime verschlechtert Bild und Ton
Nach dem Werbemodel kommt nun die nächste Einschränkung bei Amazon Prime Video. So gibt es nun keine gewohnte Bildqualität nach dem Standard Dolby Vision mehr. Denn das High Dynamic Range Image, kurz HDR, ist dafür verantwortlich den Farb- und Bildkontrast zu verbessern. Doch das ist nicht der einzige Dämpfer: Auch der 3D-Sound für englische Originalvertonungen im Dolby-Atmos-Format wurde gestrichen. Amazon habe inzwischen bestätigt, dass für die Nutzung von Dolby Vision und Dolby Atmos nun das 2,99 Euro teure Abo nötig ist. Auch, wenn viele Nutzer*innen die Änderung womöglich gar nicht bemerken werden, weil sie Filme und Serien auf Tablet oder Smartphone streamen, so ärgert es doch viele Kund*innen. Denn es ist ein weitere Änderung zum Nachteil der Nutzer*innen, die auch noch mehr oder weniger still und heimlich eingeführt wurde.
#3 Spotify
Spotify, das Musik-Streaming-Schwergewicht, dreht an der Preisschraube und das betrifft auch die deutschen Nutzer. Verschiedene Abo-Modelle, darunter das beliebte Individual-Abo, werden teurer. Bestandskunden dürfen erstmal durchatmen, denn sie haben eine dreimonatige Übergangsfrist, um sich auf die Preiserhöhungen einzustellen. Für Neuabonnenten hingegen gelten die neuen Tarife ab sofort. Die Preiserhöhung in Deutschland folgt auf eine ähnliche Anpassung im Juli 2023 in den meisten europäischen Ländern, damals jedoch nicht in Deutschland. Jetzt zieht Spotify nach und verlangt mehr für seine verschiedenen Abo-Optionen.