10 Tipps und Tricks für den perfekten Rasen
Rasen richtig mähen: Wann ist der beste Zeitpunkt? Profi-Tricks gegen Moos und kahle Stellen mit Hausmitteln wie Toilettenpapier & Backpulver.
#4 Was ist Vertikutieren und wann solltest du Düngen? So vermeidest du Fehler
Beim Vertikutieren ritzen kleine Messer die Grasnarbe ein paar Millimeter tief ein. Das Ziel: Moos, Unkraut und verfilzte Reste (der sogenannte Rasenfilz) werden herausgeholt, damit die Wurzeln wieder Luft zum Atmen und Wasser bekommen. Doch das ist Stress pur für die Gräser. Die richtige Reihenfolge ist deshalb: Erst düngen, eine Woche warten, dann das erste Mal mähen und erst ganz zum Schluss vertikutieren. So hat der Rasen durch den Dünger schon genug Kraft gesammelt, um die „Abreibung“ gut wegzustecken und die Lücken schnell wieder mit frischem Grün zu schließen.
#5 Was ist die optimale Schnitthöhe?
Wenn es dann an den ersten Rasenschnitt geht, ist Zurückhaltung gefragt. Ein häufiger Fehler ist es, den Mäher direkt auf die niedrigste Stufe zu stellen. Optimal ist für den Anfang eine Höhe von dreieinhalb bis vier Zentimetern. Als Faustregel gilt die „Ein-Drittel-Regel“: Kürze die Halme niemals um mehr als ein Drittel ihrer aktuellen Länge. Schneidest du zu radikal, schwächst du die Regenerationskraft der Pflanzen. Gib dem Grün nach dem ersten Mal ein bis zwei Wochen Zeit zum Wachsen. Erst wenn der Rasen wieder kräftig aussieht, kannst du die Schnitthöhe schrittweise reduzieren.
#6 Der Toilettenpapier-Trick gegen kahle Stellen im Rasen
Nach dem Winter zeigen sich oft unschöne Lücken oder braune Flecken. Hier hilft ein simpler Trick: Mische etwas Rasensamen mit Erde und verteile sie auf der kahlen Stelle. Jetzt kommt das Toilettenpapier ins Spiel: Decke die Saat mit ein bis zwei Lagen ab und feuchte alles vorsichtig an. Das Papier dient als Schutzschild vor Vögeln, die die Samen wegfressen wollen, und verhindert, dass Wind oder Regen das Saatgut wegtragen. Zudem speichert es die Feuchtigkeit wie ein kleiner Schwamm. Das Beste daran: Das Papier zersetzt sich nach kurzer Zeit ganz von selbst und der Rasen wächst lückenlos nach.
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#7 Vormittags oder abends? Die beste Zeit zum Rasenmähen
Wer berufstätig ist, greift oft erst nach Feierabend zum Mäher, doch das ist meist nicht die beste Wahl. Die ideale Zeit ist der frühe Vormittag. Dann ist der Morgentau verflogen, aber die Sonne brennt noch nicht zu heiß. Mäht man nachmittags bei starker Hitze, verbrennen die frischen Schnittkanten der Halme sofort. Abends hingegen ist das Gras oft schon so ausgetrocknet, dass die Messer es eher zerfetzen als schneiden, was den Rasen ungepflegt aussehen lässt. Zudem sollten die Temperaturen nachts nicht unter 10 Grad sinken, damit die „offenen Wunden“ des Schnitts keine Krankheiten anziehen.