Aldi, Lidl, dm & Co.: Alles, was Verbraucher über Preise und Neuerungen wissen müssen
So behalten Kundinnen und Kunden den Überblick: Alle Infos und Änderungen zu Discountern und Drogerieketten, wie Aldi, Lidl, dm & Co.
Warum Eier im Supermarkt gerade knapp und teuer sind
Wer Anfang April 2026 Eier kaufen möchte, steht im Supermarkt öfter mal vor leeren Regalen. Besonders bei Discountern wie Aldi oder Rewe gibt es spürbare Lücken. Das liegt aber nicht nur an der hohen Nachfrage, sondern vor allem an Problemen bei den Tieren.
In ganz Europa sorgen zwei Krankheiten – die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit – für große Ausfälle. Viele Legehennen mussten deshalb getötet werden, weshalb nun Nachschub fehlt. Händler*innen versuchen zwar, die Lücken durch regionale Bauern zu füllen, doch das klappt nicht überall sofort. Hinzu kommt, dass wir in Deutschland insgesamt immer mehr Eier essen.
Die Knappheit spüren die Kund*innen auch deutlich im Geldbeutel. Seit 2020 sind Eier laut dem Statistischen Bundesamt um mehr als 60 Prozent teurer geworden. Das ist ein extrem starker Anstieg im Vergleich zu anderen Lebensmitteln. Besonders im Jahr 2026 haben die Preise noch einmal angezogen. Expert*innen können momentan noch nicht sagen, wann wieder genug Hühner da sind, damit die Preise sinken und die Regale überall wieder voll werden.
Schoko-Ostern: Markenhersteller drehen kräftig an der Preisschraube
Wer 2026 zum Osterfest auf Markenqualität bei Schokohasen setzen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine aktuelle Auswertung der Verbraucherzentrale Hamburg verdeutlicht den enormen Preissprung der letzten Jahre: Spitzenreiter ist der Milka-Hase, dessen Preis innerhalb von sechs Jahren um über 100 % explodierte. Auch der Goldhase von Lindt verteuerte sich im selben Zeitraum fast um das Doppelte (+84 %). Ein Lindt-Hase 100g kostet Ende März 2026 4,99 Euro, ein 200g Goldhase von Lindt liegt bei 8,99 Euro. Selbst bei Ferrero gab es in nur zwei Jahren einen Aufschlag von über 12 %.
Komisch ist, dass die Kosten für Rohkakao an den Börsen zuletzt um rund 75 % gesunken sind. Diese Ersparnis geben die großen Konzerne offensichtlich nicht an die Kund*innen weiter. Begründet wird dies mit langfristigen Lieferverträgen zu alten Konditionen sowie gestiegenen Ausgaben für Personal und Energie.
Doch wir haben Alternativen für preisbewusste Käufer*innen. Während die Markenpreise steigen, zeigt sich der Discounter Aldi stabil und hält die Preise für seine Eigenmarke auf Vorjahresniveau. Auch bei Lidl und Rewe finden sich deutlich günstigere Optionen im Regal. Expert*innen raten dazu, beim Einkauf konsequent auf den Grundpreis zu achten und gezielt zu Handelsmarken zu greifen, um die teils drastischen Aufschläge der Traditionsmarken zu umgehen.
Kaufland baut Bezahlsystem um: schneller einkaufen, aber mit Einschränkung
Der Handelsriese Kaufland stellt bundesweit seine Filialen auf ein neues Bezahlsystem um. Ziel: kürzere Wartezeiten durch mehr Selbstbedienung. Schon jetzt gibt es rund 2.000 SB-Kassen in etwa 300 Filialen, künftig sollen es über 8.000 sein. In jeder Filiale sind dann bis zu zwölf Geräte geplant. Zusätzlich wird das System „K-Scan“ eingeführt: Kundinnen und Kunden scannen ihre Produkte direkt beim Einkauf und bezahlen am Ende per QR-Code, ohne alles erneut aufs Band legen zu müssen.
Der Haken: Wer „K-Scan“ nutzen will, braucht die Kaufland Card XTRA. Ohne Registrierung ist das System nicht verfügbar.
An den SB-Kassen selbst kann weiterhin flexibel bezahlt werden: bar, mit Karte oder per App. Laut Unternehmen nutzen bereits rund 40 Prozent der Kund*innen die Selbstbedienung.
Wichtig für alle, die es klassisch mögen: Die normalen Kassen bleiben bestehen. Niemand wird gezwungen, das neue System zu nutzen, auch wenn Kaufland klar auf mehr Tempo beim Bezahlen setzt.
Bundesweite Schließungen von Aldi-Filialen
Für Stammkunden von Aldi Süd und auch Aldi Nord kam die Nachricht Anfang März 2026 überraschend: der beliebte Discounter schließt bundesweit mehrere Filialen. Hintergrund ist ein Imagewechsel. Wer die Werbungen des Supermarkts im Auge behält, dürfte bemerkt haben, dass Aldi moderner, jünger und auch hochwertiger erscheinen will als noch in den 90ern und Anfang der 2000er. Viele der Standorte sind allerdings sogar noch aus den 1980er Jahren und passen einfach nicht in das neue Konzept. Sie erfüllen die heutigen Anforderungen für das richtige Einkauferlebnis nicht und werden deshalb geschlossen.
Welche Standorte sind betroffen?
Aldi Nord:
- Hamburg-Hamm
- Hamburg-Barmbek
- Hamburg-Wilhelmsburg
- Bremen-Gröpelingen
- Berlin-Lichtenberg
- Berlin-Neukölnn
Aldi Süd:
- Esslingen
- Offenburg
- Freising
- Aschaffenburg
- Augsburg
- Worms (Standortfusion mit einer größeren Filiale)
Parallel zu den Schließungen werden von Aldi neue, größere und vor allem moderne Standorte eröffnet. So zum Beispiel in Stuttgart-Vaihingen, München-Riem, Karlsruhe-Durlach, Hannover, Kiel und Magdeburg. Aldo setzt also eher auf Modernisierung statt Rückzug.