Aldi, Lidl, dm & Co.: Alles, was Verbraucher über Preise und Neuerungen wissen müssen
So behalten Kundinnen und Kunden den Überblick: Alle Infos und Änderungen zu Discountern und Drogerieketten, wie Aldi, Lidl, dm & Co.
Preiskampf bei Milka-Schokolade spitzt sich weiter zu
Seit Dezember 2025 liefern sich die Supermarktketten einen erbitterten Preiskampf um Milka-Schokolade. Besonders die 90-Gramm-Tafel steht dabei im Fokus. Den Auftakt machte Aldi am 15. Dezember mit einem drastischen Preisnachlass: Die Tafel wurde von 1,99 Euro auf 0,77 Euro reduziert – ein Minus von 61 Prozent. Lidl und Rewe zogen mit Preisen von 0,79 Euro nur knapp darunter nach. Dann kam Kaufland dazu: Wie das Prospekt zeigt, bietet der Supermarkt die 90-Gramm-Tafel ab dem 18. Dezember für 0,77 Euro an.
Branchenexpert*innen vermuten, dass die Supermärkte mit den drastischen Preisnachlässen vor allem das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft stimulieren wollen. Schokolade ist in diesem Winter vergleichsweise teuer, wodurch viele Käufer seltener zugreifen oder stattdessen zu günstigeren Süßigkeiten wie Fruchtgummis greifen. Die massiven Rabatte auf Milka-Produkte sollen daher nicht nur die Verkaufszahlen ankurbeln, sondern auch Kunden ins Geschäft locken, die sonst auf andere Leckereien ausgewichen wären.
Weniger Billigfleisch und neue Kennzeichnung: Das ändert sich 2026 im Handel
Im Laufe des Jahres 2026 wird das Angebot an sogenanntem Billigfleisch im Lebensmittelhandel deutlich abnehmen. Aldi Süd hat angekündigt, ab Mitte Januar bei Eigenmarken-Frischfleisch auf die niedrigste Haltungsstufe (Stufe 1) zu verzichten, Lidl folgt diesem Schritt ab Ende Februar 2026. Auch Rewe und Penny wollen Billigfleisch künftig aus ihrem Eigenmarken-Sortiment streichen.
Parallel dazu tritt eine neue gesetzliche Vorgabe in Kraft: Ab März 2026 muss Schweinefleisch verpflichtend mit einer Haltungskennzeichnung versehen werden. Das staatliche Label informiert darüber, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Die Kennzeichnung gilt sowohl für lose Ware an der Fleischtheke als auch für vorverpacktes Schweinefleisch. Ausgenommen sind lediglich Schweinefleisch aus dem Ausland sowie Geflügel- und Rindfleisch.
Für Verbraucher*innen könnte dies insgesamt spürbare Folgen haben: Schnitzel oder Steak aus dem Discounter oder Supermarkt dürften künftig teurer werden. Neben den strengeren Haltungsstandards spielen dabei auch steigende Energiepreise, höhere Löhne und weitere Kosten in der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle, die im Jahr 2026 erneut zunehmen werden.
Verpackungen und Mehrwegflaschen ab 2026
Ab August 2026 gilt in der EU eine neue Verpackungsordnung mit dem Ziel, die Recyclingquote auf 65 % zu steigern. Hersteller müssen Verpackungen sparsamer gestalten, problematische Stoffe wie Schwermetalle oder PFAS stark reduzieren und deutlich kennzeichnen, wie die Verpackung entsorgt wird. Zugleich soll der Anteil von Mehrwegverpackungen deutlich steigen. Einwegflaschen werden seltener, während pfandpflichtige Mehrwegflaschen und andere wiederverwendbare Verpackungen immer häufiger in den Handel gelangen. Verbraucher*innen werden diese Veränderung nicht nur im Supermarkt, sondern auch in Cafés, Restaurants und Imbissen spüren. Auch sogenannte „Luftverpackungen“, die den Eindruck eines größeren Inhalts erwecken, sollen reduziert werden. Künftig darf der Leerraum in einer Verpackung höchstens 50 % betragen, sodass die Produkte realistisch dargestellt werden und Kunden nicht in die Irre geführt werden.