Aldi, Lidl, dm & Co.: Alles, was Verbraucher über Preise und Neuerungen wissen müssen
So behalten Kundinnen und Kunden den Überblick: Alle Infos und Änderungen zu Discountern und Drogerieketten, wie Aldi, Lidl, dm & Co.
Aldi, Lidl, dm & Co. gehören zu den bekanntesten Handelsketten in Deutschland. Ob Discounter oder Drogeriemarkt – sie prägen den Alltag vieler Verbraucher*innen. Damit du nicht den Überblick über alle Änderungen, Neuigkeiten, Produkte und Trends verlierst, haben wir diese auf den nächsten Seiten zusammengestellt.
Los geht's:
Kennzeichnungs-Verordnung für Milch wird Pflicht
Viele fragen sich vielleicht, was genau da eigentlich Pflicht werden soll – schließlich finden sich auf Milchpackungen längst Angaben wie „laktosefrei“ oder „frisch“. Allerdings waren diese Bezeichnungen in Deutschland bislang nicht gesetzlich geschützt. Das bedeutete, dass die Hersteller bei der Kennzeichnung viel Spielraum hatten. Das ändert sich mit dem 14. Juni 2026: Ab dann greift die Milchproduktqualitätsverordnung (MilchPQV), die verbindliche Vorgaben für Milchprodukte schafft. Damit bekommen Begriffe wie „laktosefrei“ eine feste Definition – in diesem Fall bedeutet das weniger als 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm. Auch für pflanzliche Alternativen ist die Verordnung relevant, da alle Zutaten exakt deklariert werden müssen. Sogenannte Mogelpackungen, die wie klassische Kuhmilch aussehen, aber teilweise auf Ersatzstoffe setzen, sollen somit eingedämmt werden.
Kaufland und „Wurst-Riese“ wegen falscher Regionalität abgemahnt
Ein Fehler, der beim bewussten Einkauf von saisonalen und regionalen Produkten im Sommer häufig passiert, ist das blinde Vertrauen auf bekannte Markennamen und auffällige Werbeetiketten. Viele Verbraucher*innen greifen im Supermarkt gezielt zu Produkten, die sie seit Jahrzehnten mit einer bestimmten Region verbinden, und tappen dabei mitten in eine Mogelpackung, wie ein Fall um den Fleisch-Riesen „Eberswalder“ und die Supermarktkette Kaufland Anfang Juni 2026 zeigt.
Obwohl das traditionsreiche Produktionswerk in Brandenburg geschlossen wurde und die Wurstwaren inzwischen in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein vom Band laufen, warben Verpackung und Handel weiter mit der regionalen Herkunft. Kaufland hob die Wurst in seinen Filialen sogar mit einem auffälligen roten Herz und dem Slogan „Hergestellt in Brandenburg“ hervor, was beide nun eine scharfe Abmahnung der Verbraucherzentrale wegen Verbrauchertäuschung einbrachte.
Für dich bedeutet das beim sommerlichen Wocheneinkauf: Verlass dich nicht nur auf große Logos oder die Adresse des Firmensitzes auf der Rückseite, sondern wirf im Zweifel einen genauen Blick auf das kleingedruckte, ovale Identitätskennzeichen, um nicht auf künstlich aufrechterhaltene Regionalität hereinzufallen.
Lidl baut 3.271 Filialen um: Diese Änderung kommt jetzt auf uns zu
Im Mai 2026 verkündet Lidl eine deutschlandweite Änderung. Der Discounter baut seine 3.271 Filialen um und verabschiedet sich vom klassischen „Wühltisch“. Statt der gewohnten Angebote am Montag und Donnerstag setzt man ab sofort auf sechs feste Themenwelten, die dauerhaft in den Läden integriert werden. Jede Welt wird dabei von einer bekannten Lidl-Eigenmarke angeführt:
- Silvercrest (Küche & Haushalt)
- Parkside (Baumarkt & Garten)
- Crivit (Sport & Freizeit)
- Livarno (Wohnen & Einrichtung)
- Esmara (Mode)
- Lupilu (Baby & Kind)
Die größte Neuerung für Kund*innen ist das Hybrid-Shopping. Ist ein Artikel in der Filiale vergriffen oder nicht in der passenden Farbe vorrätig, hilft der neue QR-Code direkt am Regalfach: Hier sieht man Echtzeit, ob das Produkt im Onlineshop noch verfügbar ist. Hinter dem Umbau steckt eine klare Strategie. Steffen Graf, Leiter Non Food bei Lidl Deutschland, erklärt gegenüber echo24 das Ziel so: „Wir vereinen die Effizienz des Discounts mit der Inspiration eines Fachmarktes.“
Plastik statt Pappe: Kaufland-Kunden streiten über Eierverpackung
Eine transparente Kunststoffverpackung für Eier sorgt bei Kaufland derzeit für ordentlich Zoff unter den Kunden. In einem viralen Beitrag auf Threads machte ein Käufer seinem Ärger Luft und fragte fassungslos: „Ist das euer Ernst, Kaufland?“ Er kritisierte vor allem den Einsatz von Plastik bei einem Naturprodukt und die fehlende Kennzeichnung für das Recycling. Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten und spalteten die Gemüter in zwei Lager.
Während die einen die Verpackung als hygienisch und praktisch lobten, vor allem, weil Plastik im Gegensatz zu Pappe nicht „durchsifft“, wenn mal ein Ei kaputtgeht, werfen andere dem Kritiker Doppelmoral vor.
Viele finden es widersprüchlich, „Bodenhaltung kaufen“ zu wollen und sich dann über die Verpackung zu beschweren, was einige sogar als „absolute Tierquälerei“ bezeichnen. Eine Userin schreibt: „Also wenn das dein einziges Problem beim Eierkonsum ist, dann weiß ich auch nicht.“
Ein interessanter Nebenaspekt: Aus rein hygienischer Sicht hat Kunststoff tatsächlich die Nase vorn. Da Eierschalen oft mit Salmonellen belastet sein können und Pappe diese Keime aufsaugt, ist eine „hygienisch sichere Wiederverwendung“ alter Kartons laut Expert*innen praktisch ausgeschlossen.
Tegut verschwindet, Edeka und Rewe übernehmen
Im April 2026 steht die Marke Tegut vor dem Ende. Diese betrieb in Deutschland rund 300 Supermärkte und 40 Teo-Minimärkte. Die Schweizer Eignerin Migros hatte im März 2026 den Rückzug aus dem deutschen Markt bekanntgegeben und den Verkauf von Tegut eingeleitet. Den größten Teil der Kette sicherte sich der Konkurrent Edeka. Aber auch der Handelskonzern Rewe will bis zu 40 Filialen übernehmen. Die Transaktionen stehen allerdings unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Stimmt diese wichtige Wettbewerbsbehörde zu, will Rewe den Großteil der Märkte selbst betreiben. Die übrigen sollen an die Discountertochter Penny gehen. Den Tegut-Mitarbeiter*innen will Rewe ein Jobangebot machen.
Warum Eier im Supermarkt gerade knapp und teuer sind
Wer Anfang April 2026 Eier kaufen möchte, steht im Supermarkt öfter mal vor leeren Regalen. Besonders bei Discountern wie Aldi oder Rewe gibt es spürbare Lücken. Das liegt aber nicht nur an der hohen Nachfrage, sondern vor allem an Problemen bei den Tieren.
In ganz Europa sorgen zwei Krankheiten – die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit – für große Ausfälle. Viele Legehennen mussten deshalb getötet werden, weshalb nun Nachschub fehlt. Händler*innen versuchen zwar, die Lücken durch regionale Bauern zu füllen, doch das klappt nicht überall sofort. Hinzu kommt, dass wir in Deutschland insgesamt immer mehr Eier essen.
Die Knappheit spüren die Kund*innen auch deutlich im Geldbeutel. Seit 2020 sind Eier laut dem Statistischen Bundesamt um mehr als 60 Prozent teurer geworden. Das ist ein extrem starker Anstieg im Vergleich zu anderen Lebensmitteln. Besonders im Jahr 2026 haben die Preise noch einmal angezogen. Expert*innen können momentan noch nicht sagen, wann wieder genug Hühner da sind, damit die Preise sinken und die Regale überall wieder voll werden.
Schoko-Ostern: Markenhersteller drehen kräftig an der Preisschraube
Wer 2026 zum Osterfest auf Markenqualität bei Schokohasen setzen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine aktuelle Auswertung der Verbraucherzentrale Hamburg verdeutlicht den enormen Preissprung der letzten Jahre: Spitzenreiter ist der Milka-Hase, dessen Preis innerhalb von sechs Jahren um über 100 % explodierte. Auch der Goldhase von Lindt verteuerte sich im selben Zeitraum fast um das Doppelte (+84 %). Ein Lindt-Hase 100g kostet Ende März 2026 4,99 Euro, ein 200g Goldhase von Lindt liegt bei 8,99 Euro. Selbst bei Ferrero gab es in nur zwei Jahren einen Aufschlag von über 12 %.
Komisch ist, dass die Kosten für Rohkakao an den Börsen zuletzt um rund 75 % gesunken sind. Diese Ersparnis geben die großen Konzerne offensichtlich nicht an die Kund*innen weiter. Begründet wird dies mit langfristigen Lieferverträgen zu alten Konditionen sowie gestiegenen Ausgaben für Personal und Energie.
Doch wir haben Alternativen für preisbewusste Käufer*innen. Während die Markenpreise steigen, zeigt sich der Discounter Aldi stabil und hält die Preise für seine Eigenmarke auf Vorjahresniveau. Auch bei Lidl und Rewe finden sich deutlich günstigere Optionen im Regal. Expert*innen raten dazu, beim Einkauf konsequent auf den Grundpreis zu achten und gezielt zu Handelsmarken zu greifen, um die teils drastischen Aufschläge der Traditionsmarken zu umgehen.
Kaufland baut Bezahlsystem um: schneller einkaufen, aber mit Einschränkung
Der Handelsriese Kaufland stellt bundesweit seine Filialen auf ein neues Bezahlsystem um. Ziel: kürzere Wartezeiten durch mehr Selbstbedienung. Schon jetzt gibt es rund 2.000 SB-Kassen in etwa 300 Filialen, künftig sollen es über 8.000 sein. In jeder Filiale sind dann bis zu zwölf Geräte geplant. Zusätzlich wird das System „K-Scan“ eingeführt: Kundinnen und Kunden scannen ihre Produkte direkt beim Einkauf und bezahlen am Ende per QR-Code, ohne alles erneut aufs Band legen zu müssen.
Der Haken: Wer „K-Scan“ nutzen will, braucht die Kaufland Card XTRA. Ohne Registrierung ist das System nicht verfügbar.
An den SB-Kassen selbst kann weiterhin flexibel bezahlt werden: bar, mit Karte oder per App. Laut Unternehmen nutzen bereits rund 40 Prozent der Kund*innen die Selbstbedienung.
Wichtig für alle, die es klassisch mögen: Die normalen Kassen bleiben bestehen. Niemand wird gezwungen, das neue System zu nutzen, auch wenn Kaufland klar auf mehr Tempo beim Bezahlen setzt.
Bundesweite Schließungen von Aldi-Filialen
Für Stammkunden von Aldi Süd und auch Aldi Nord kam die Nachricht Anfang März 2026 überraschend: der beliebte Discounter schließt bundesweit mehrere Filialen. Hintergrund ist ein Imagewechsel. Wer die Werbungen des Supermarkts im Auge behält, dürfte bemerkt haben, dass Aldi moderner, jünger und auch hochwertiger erscheinen will als noch in den 90ern und Anfang der 2000er. Viele der Standorte sind allerdings sogar noch aus den 1980er Jahren und passen einfach nicht in das neue Konzept. Sie erfüllen die heutigen Anforderungen für das richtige Einkauferlebnis nicht und werden deshalb geschlossen.
Welche Standorte sind betroffen?
Aldi Nord:
- Hamburg-Hamm
- Hamburg-Barmbek
- Hamburg-Wilhelmsburg
- Bremen-Gröpelingen
- Berlin-Lichtenberg
- Berlin-Neukölnn
Aldi Süd:
- Esslingen
- Offenburg
- Freising
- Aschaffenburg
- Augsburg
- Worms (Standortfusion mit einer größeren Filiale)
Parallel zu den Schließungen werden von Aldi neue, größere und vor allem moderne Standorte eröffnet. So zum Beispiel in Stuttgart-Vaihingen, München-Riem, Karlsruhe-Durlach, Hannover, Kiel und Magdeburg. Aldo setzt also eher auf Modernisierung statt Rückzug.
Feierabendparken: Aldi stellt Anwohnern seine Parkplätze zur Verfügung
Wer in Ballungsgebieten wohnt, kennt den täglichen Kampf um die Parklücke nach Feierabend. Aldi Nord testet deshalb ab dem 20. März 2026 in Bochum ein neues Konzept: Der Discounter öffnet an ausgewählten Standorten seine Parkflächen für Anwohnende, sobald die Filialen schließen: Feierabendparken.
An der Hansastraße 41, Unterstraße 54 und Hattinger Straße 620 in Bochum stehen während der Testphase jeweils bis zu zehn Stellplätze bereit. Zwischen 18:30 Uhr und 8:00 Uhr morgens lässt sich das Auto dort sicher und vor allem günstig abstellen. Die Preise sind dabei eine echte Ansage: Eine Nacht kostet gerade einmal 2 Euro, für eine ganze Woche zahlt man 8 Euro und der Monat schlägt mit nur 20 Euro zu Buche.
Die Buchung läuft komplett digital über die Apcoa Flow App oder eine spezielle Webseite. Vor Ort müssen Autofahrer*innen lediglich einen QR-Code scannen, um den Parkvorgang kontaktlos zu starten. Aldi nutzt damit seine Flächen auch nach Ladenschluss sinnvoll aus und bietet eine echte Entlastung für das Viertel. Zuvor wurde as Konzept unter anderem in Köln, Augsburg und Düsseldorf von Aldi Süd getestet.
dm startet Online-Apotheke
Wenn wir krank sind und Medikamente benötigen, dann wird der Weg zur Apotheke, oder zumindest der Klick zur Online-Apotheke wie DocMorris und Co., unvermeidbar. Ab Dezember 2025 steigt auch die Drogeriekette dm in den Online-Handel ein: Rezeptfreie Medikamente, etwa Schmerzmittel, können ab Dienstag, 16. Dezember, über das zentrale Internetportal bestellt werden. „Dessen Sortiment umfasst rund 2.500 apothekenpflichtige Arzneimittel, apothekenexklusive Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine sowie knapp 1.000 Produkte aus dem Bereich Dermokosmetik“, heißt es in einer Mitteilung. Ein klarer Pluspunkt: Wer im dm-Onlineshop bestellt, kann nun auch rezeptfreie Arzneimittel direkt mit Drogerieartikeln kombinieren – alles in einer einzigen Lieferung.
Doch es gibt auch Bedenken: Der Deutsche Apothekerverband betont, dass die Verbraucher*innen verunsichert werden könnten, wenn der Unterschied zwischen Apotheke und Drogeriemarkt verschwimmt. „Ein hochwirksames und damit potenziell gefährliches Arzneimittel darf nur fachgerecht von einer Apotheke abgegeben und nicht ‚marketinggesteuert von einem Drogeriemarkt rausgehauen werden‘“, warnte Verbandsvorsitzender Hans-Peter Hubmann gegenüber dem Handelsblatt. Zudem sei das Personal nicht ausreichend geschult, um die Kund*innen bei Medikamenten zu beraten.
Preiskampf bei Milka-Schokolade spitzt sich weiter zu
Seit Dezember 2025 liefern sich die Supermarktketten einen erbitterten Preiskampf um Milka-Schokolade. Besonders die 90-Gramm-Tafel steht dabei im Fokus. Den Auftakt machte Aldi am 15. Dezember mit einem drastischen Preisnachlass: Die Tafel wurde von 1,99 Euro auf 0,77 Euro reduziert – ein Minus von 61 Prozent. Lidl und Rewe zogen mit Preisen von 0,79 Euro nur knapp darunter nach. Dann kam Kaufland dazu: Wie das Prospekt zeigt, bietet der Supermarkt die 90-Gramm-Tafel ab dem 18. Dezember für 0,77 Euro an.
Branchenexpert*innen vermuten, dass die Supermärkte mit den drastischen Preisnachlässen vor allem das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft stimulieren wollen. Schokolade ist in diesem Winter vergleichsweise teuer, wodurch viele Käufer seltener zugreifen oder stattdessen zu günstigeren Süßigkeiten wie Fruchtgummis greifen. Die massiven Rabatte auf Milka-Produkte sollen daher nicht nur die Verkaufszahlen ankurbeln, sondern auch Kunden ins Geschäft locken, die sonst auf andere Leckereien ausgewichen wären.
Weniger Billigfleisch und neue Kennzeichnung: Das ändert sich 2026 im Handel
Im Laufe des Jahres 2026 wird das Angebot an sogenanntem Billigfleisch im Lebensmittelhandel deutlich abnehmen. Aldi Süd hat angekündigt, ab Mitte Januar bei Eigenmarken-Frischfleisch auf die niedrigste Haltungsstufe (Stufe 1) zu verzichten, Lidl folgt diesem Schritt ab Ende Februar 2026. Auch Rewe und Penny wollen Billigfleisch künftig aus ihrem Eigenmarken-Sortiment streichen.
Parallel dazu tritt eine neue gesetzliche Vorgabe in Kraft: Ab März 2026 muss Schweinefleisch verpflichtend mit einer Haltungskennzeichnung versehen werden. Das staatliche Label informiert darüber, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Die Kennzeichnung gilt sowohl für lose Ware an der Fleischtheke als auch für vorverpacktes Schweinefleisch. Ausgenommen sind lediglich Schweinefleisch aus dem Ausland sowie Geflügel- und Rindfleisch.
Für Verbraucher*innen könnte dies insgesamt spürbare Folgen haben: Schnitzel oder Steak aus dem Discounter oder Supermarkt dürften künftig teurer werden. Neben den strengeren Haltungsstandards spielen dabei auch steigende Energiepreise, höhere Löhne und weitere Kosten in der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle, die im Jahr 2026 erneut zunehmen werden.
Verpackungen und Mehrwegflaschen ab 2026
Ab August 2026 gilt in der EU eine neue Verpackungsordnung mit dem Ziel, die Recyclingquote auf 65 % zu steigern. Hersteller müssen Verpackungen sparsamer gestalten, problematische Stoffe wie Schwermetalle oder PFAS stark reduzieren und deutlich kennzeichnen, wie die Verpackung entsorgt wird. Zugleich soll der Anteil von Mehrwegverpackungen deutlich steigen. Einwegflaschen werden seltener, während pfandpflichtige Mehrwegflaschen und andere wiederverwendbare Verpackungen immer häufiger in den Handel gelangen. Verbraucher*innen werden diese Veränderung nicht nur im Supermarkt, sondern auch in Cafés, Restaurants und Imbissen spüren. Auch sogenannte „Luftverpackungen“, die den Eindruck eines größeren Inhalts erwecken, sollen reduziert werden. Künftig darf der Leerraum in einer Verpackung höchstens 50 % betragen, sodass die Produkte realistisch dargestellt werden und Kunden nicht in die Irre geführt werden.