Menschen, aufgewachsen in Problemvierteln, erzählen ihre Geschichten
Wie Menschen aufgewachsen sind, prägt sie nachhaltig. Die, die besonders viele Geschichten zu erzählen haben, sind in Problemvierteln aufgewachsen.
#8 Auch die eigene Familie ist in Gefahr
„Mein Dad wurde ins Gesicht geschlagen, als er einfach nur an einer Gang vorbeilief und auch viele weitere Male völlig aus dem Nichts heraus angegriffen. Ich wurde zweimal fast beraubt, konnte mich aber gerade noch so retten. Meine Freunde und ich verständigten uns sofort, wenn komische Typen in der Nachbarschaft unterwegs waren. Wir hatten auch immer Pfefferspray dabei. [...]"
Es muss schrecklich sein, wenn man sich auch immer wieder Gedanken um die Unversehrtheit und Gesundheit der eigenen Familie machen muss!
Aber auch, wenn man versucht möglichst unauffällig zu sein, kann etwas passieren, wie man an der nächsten Geschichte sieht:
#9 Man arbeitet an seinem eigenen Auftreten
„Ich vermied jeglichen Augenkontakt, wenn ich draußen unterwegs war, insbesondere, wenn ich verrückten Obdachlosen begegnete. Nach der Schule ging ich auf direktem Weg nachhause, trug niemals auffällige Kleidung und verzichtete auf Make-up. Ich wollte so unattraktiv und unsichtbar wie möglich sein. In der Nachbarschaft joggen gehen war ebenfalls ein Ding der Unmöglichkeit. [...] Zum Glück bin ich mittlerweile umgezogen!"
#10 Die Polizei gehört zum Stadtbild
„In meiner Highschool gab es auch eine Polizeidienststelle. Jeden Tag nach der Schule waren Polizeiwagen und Einsatzwagen mit Beamten strategisch um die Schule herum positioniert, um die Gewalt einzudämmen."
Und als wäre es nicht schon genug, dass Kriminalität die eigene Unversehrtheit in Gefahr bringt, ist auch die Umgebung und bspw. der Ort an dem wir lernen sehr beeinflussend für die Gesundheit. Die ständige Auseinandersetzungen mit diesen äußeren Faktoren bringt uns um den Schlaf und verhindert, dass wir uns richtig konzentrieren können und zwar auf die Dinge, die wichtig sind, um die Zukunft aktiv und anders gestalten zu können.