Die größten Fehler beim Kauf eines E-Bikes
Falscher Motor, schlechter Akku, zu geringe Reichweite: Warum viele beim Kauf Hunderte Euro verschenken – und worauf du wirklich achten musst.
#4 Du fixierst dich bei der Auswahl zu sehr auf den niedrigsten Preis
Ein E-Bike für 799 Euro klingt gut, landet aber häufig nach wenigen Monaten im Keller. Billig-E-Bikes aus dem Discounter oder No-Name-Onlineshops sparen vor allem dort, wo es wehtut: bei Akku-Qualität, Motorsteuerung, Bremsanlage und Verarbeitung.
Das Ergebnis sind schnell nachlassende Akkuleistung, klappernde Komponenten und teure Reparaturen, für die es kaum Ersatzteile gibt. Ein seriöses Einstiegsmodell von einem etablierten Hersteller kostet leider mindestens 1.500 bis 2.000 Euro und das aus gutem Grund. Betrachte den Kaufpreis also als Investition, nicht als Kostenstelle.
#5 Deine Probefahrt ist viel zu kurz und oberflächlich
Fünf Minuten auf dem Parkplatz vor dem Fahrradladen ist nicht wirklich eine Probefahrt. Ein E-Bike entfaltet sein wahres Charakter erst nach zehn bis 15 Minuten, wenn du verschiedene Unterstützungsstufen, das Anfahrverhalten an Ampeln, die Ergonomie beim Sitzen und das Bremsverhalten unter echten Bedingungen testen kannst.
Bestehe deshalb auf einer ausgiebigen Probefahrt im einem Umfeld, dass dann auch später deinem Alltag entspricht. Achte dabei bewusst auf Vibrationen, Lenkverhalten und ob die Sitzposition nach mehreren Minuten noch angenehm ist. Ein*e gute*r Händler*in wird das ohne Murren und Knurren ermöglichen.
#6 Du sparst dir das Geld für eine gute E-Bike-Versicherung
Ein E-Bike ist kein gewöhnliches Fahrrad mehr und sollte auch nicht wie eines behandelt werden. Diebstahl, Sturz, Vandalismus oder ein technischer Defekt außerhalb der Garantie können schnell mehrere hundert oder sogar tausend Euro kosten.
Eine spezialisierte E-Bike-Versicherung kostet je nach Modell und Versicherungsumfang oft nur 80 bis 150 Euro im Jahr und ist wirklich sinnvoll. Achte dabei auf Versicherungen, die explizit Akkuschäden, Verschleißteile am Motor und Diebstahl auch ohne Aufbruchspuren abdecken. Prüfe außerdem, ob deine Hausratversicherung bereits greift, die meisten decken E-Bikes aber nur unzureichend ab.
Lesetipp: Fahrraddiebstahl vermeiden: Diese Fehler beim Abschließen solltest du nie machen!
#7 Du vergisst die laufenden Betriebs- und Wartungskosten
Der Kaufpreis ist gezahlt, das E-Bike steht in der Garage und fertig? Leider nein. Ein E-Bike bringt laufende Kosten mit sich, die im Vorfeld aber oft komplett ignoriert werden. Bremsbeläge, Kette, Kassette und Reifen verschleißen durch das höhere Gewicht und die stärkere Motorunterstützung deutlich schneller als bei normalen Fahrrädern.
Dazu kommt der jährliche Service bei Fachhändler*innen, der je nach Aufwand zwischen 80 und 200 Euro kostet. Und nach etwa 500 bis 1.000 Ladezyklen verliert der Akku spürbar an Kapazität. Ein Ersatzakku kann dann auch zwischen 400 bis 800 Euro kosten. Plane diese Kosten also von Anfang an realistisch ein.