Die größten Fehler beim Kauf eines E-Bikes
Falscher Motor, schlechter Akku, zu geringe Reichweite: Warum viele beim Kauf Hunderte Euro verschenken – und worauf du wirklich achten musst.
Der E-Bike-Boom ist unverändert hoch! Mittlerweile ist mehr als die Hälfte aller verkauften Fahrräder motorisiert. Aber ganz ehrlich, so günstig sind sie gar nicht, weshalb man so ein E-Bike nicht mal eben im Vorbeigehen kauft. Die Technik ist komplex, die Auswahl riesig und wer unvorbereitet in den Laden geht, kann bei dem Kauf eines E-Bikes schnell Fehler machen.
#1 Du ignorierst den genauen Einsatzzweck im Alltag
Ein sportliches E-Mountainbike mit dicken Stollenreifen sieht klasse aus, wenn du das Rad im Alltag aber eigentlich nur für den täglichen Arbeitsweg auf asphaltierten Straßen oder für schnelle Einkäufe in der Stadt nutzen möchtest, wird es schnell unpraktisch. Es fehlen nämliche Elemente wie Schutzbleche, eine fest verbaute Lichtanlage und ein stabiler Gepäckträger.
Überlege dir deshalb vorher ganz genau, auf welchen Wegen du dich bewegen wirst. Für die Stadt ist ein modernes SUV-E-Bike ideal, während du für lange Wochenendtouren und Waldwege eher zu einem klassischen Trekking-Modell greifen solltest.
#2 Du überschätzt die nötige Motor-Power
Viele Käufer*innen lassen sich beim Blick auf die Zahlen von extrem hohen Drehmomenten und hoher Motorleistung beeindrucken. Praktisch ist so eine hohe Motorleistung aber nicht immer! Ein extrem kraftvoller Antrieb ist eigentlich für steile Mountainbike-Trails entwickelt worden.
Im normalen Stadtverkehr oder im flachen Umland ist das aber nicht nötig. Schlimmer noch: Ein zu aggressiv abgestimmter Motor kann das Fahrverhalten beim Anfahren unruhig oder ruckelig machen, was besonders auf nassen Straßen zu Unfällen führen kann. Wenn du keine besonderen Steigungen im Alltag hast, bist du mit einem Motor zwischen 40 und maximal 85 Nm bestens und wesentlich sicherer bedient.
#3 Du kalkulierst die Akku-Kapazität und Reichweite falsch
„500 Wh Akku – damit komme ich locker 100 Kilometer weit!“ Den Gedanken haben viele, und er ist leider falsch. Die Reichweiten, die der Hersteller angibt, entstehen unter Idealbedingungen: flaches Terrain, ruhige Luft, moderates Tempo, 70 Kilogramm Körpergewicht. In der Realität, also mit Gepäck, Wind, Steigungen und aktivierter Unterstützungsstufe 3, ist die Reichweite oft nur auf 50km begrenzt.
Kalkuliere deshalb immer nach. Teile die Herstellerangabe grob durch zwei und prüfe, ob die verbleibende Reichweite noch zu deinem Alltag passt. Für längere Touren lohnt sich außerdem ein Zweitakku oder ein Modell mit Range-Extender-Option.