Für Raucher kann es in manchen Kommunen jetzt richtig teuer werden

Hintergrund ist ein neuer Bußgeldkatalog

Dieses Bild zeigt achtlos weggeworfene Zigarettenkippen.

Jahr für Jahr werden unsere Innenstädte, Gehwege und Straßen von mehr Zigarettenstummeln 'geziert' – und das ist nicht nur ein rein ästhetisches Problem. Das in den Filtern enthaltene Plastik gilt als gefährlicher Umwelt-Sünder, was den meisten Rauchern, die ihre Kippen achtlos wegschnippen, meist jedoch überhaupt nicht bewusst ist. 

Die Umweltministerin eines großen Bundeslandes hat nun allerdings mit einem drastischen Vorschlag reagiert – doch wird dieser umgesetzt und wenn ja – wie?

Dieses Bild zeigt einen Raucher mit Zigarette in der Hand.

Nach einer Empfehlung von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sollen Umweltsünder statt bisher zehn bis 25 Euro künftig 100 Euro Bußgeld zahlen, wenn sie ihren Müll, darunter auch ihre Zigarettenkippen, achtlos auf die Straße werfen. Werden größere Mengen umweltgefährdender Stoffe wie zum Beispiel Bauschutt unrechtmäßig entsorgt, fallen sogar 50.000 Euro Strafe an. So sieht es zumindest der neue Bußgeldkatalog vor, der am Dienstag in Düsseldorf veröffentlicht wurde. Die Umsetzung dieses Katalogs obliegt allerdings den Kommunen, das heißt, jede Kommune kann selbst entscheiden, wie hoch sie das Bußgeld tatsächlich ansetzt. 

Welche Kommunen der verschärften Empfehlung folgen, steht bisher noch nicht genau fest. Angesichts des aktuellen Stands, den wir dir auf der nächsten Seite präsentieren, könnten es jedoch einige sein:

Dieses Bild zeigt Zigarettenkippen, deren achtloses Wegwerfen künftig mit höheren Bußgeldern bestraft werden könnte.

In Bochum wurden die Bußgelder erst zu Beginn des Jahres erhöht: Statt maximal 15 Euro zahlt man jetzt 55 Euro, wenn man Verpackungen oder Zigarettenstummel auf die Straße wirft. 

In Aachen (30 Euro) wird die Straßenverordnung gerade überarbeitet, ebenso wird in Münster über neue Bußgelder diskutiert – gut möglich also, dass die neuen Empfehlungen hier als Diskussionsgrundlage dienen könnten.

Die meisten scheinen die Verschärfung des Katalogs jedenfalls zu begrüßen – wer Müll achtlos wegwirft, muss auch so bestraft werden, dass der zu zahlende Betrag wehtut, so der Konsens.