An diesen Orten kann man kostenlos auf die Toilette gehen
Wer unterwegs mal dringend muss, zahlt oft viel Geld. Es gibt jedoch Orte und clevere Apps, über die man komplett kostenlos eine Toilette findet.
Wer viel in der Stadt unterwegs ist, kennt das Problem: Plötzlich meldet sich die Blase, aber weit und breit ist keine kostenlose Toilette in Sicht. Bahnhöfe verlangen oft happige Gebühren am Drehkreuz, und auch in Cafés oder Fast-Food-Ketten muss man meistens erst etwas kaufen, um den Schlüssel für das WC zu bekommen. Doch das muss nicht sein. Wer die richtigen Anlaufstellen kennt und weiß, welche Apps auf dem Smartphone helfen, kommt in fast jeder Stadt komplett gratis und sauber ans Ziel.
#1 Toiletten bei dm
Viele wissen es gar nicht, aber der Gang in die nächste Drogerie kann im Notfall die Rettung sein. Vor allem in größeren oder neueren Filialen der Kette dm gibt es oft Kund*innentoiletten, die mit Wickeltisch ausgestattet und absolut kostenlos sind. Meistens befinden sie sich etwas versteckt im hinteren Bereich des Ladens oder in der Nähe der Foto-Stationen. Wer höflich beim Personal nachfragt, bekommt eigentlich immer den Weg gewiesen. Auch einige große Kaufland- oder Globus-Supermärkte bieten diesen kostenfreien Service an.
#2 Kaufhäuser und Kulturkaufhäuser
Große Shopping-Center verlangen an ihren Toilettenanlagen mittlerweile fast durchgehend Geld – meist über Sanifair-Zahlautomaten oder Personal am Eingang. Es gibt jedoch Ausnahmen: Große, eigenständige Kaufhäuser oder Kulturkaufhäuser (wie das berühmte Dussmann in Berlin) haben oft frei zugängliche WCs für ihre Besucher*innen, ohne dass am Eingang kontrolliert oder kassiert wird. Auch in den oberen Etagen großer Elektronikmärkte wie Saturn oder MediaMarkt wird man in manchen Innenstädten fündig, ohne den Geldbeutel zücken zu müssen.
#3 Öffentliche Bibliotheken und Unis
Wenn du in einer Universitätsstadt unterwegs bist, hast du fast immer eine kostenlose Option in der Nähe. Die Hauptgebäude von Universitäten, Mensen oder auch öffentliche Stadtbibliotheken stehen jedermann offen. Hier herrscht täglich ein so reger Publikumsverkehr, dass man einfach hineinspazieren und die Toiletten nutzen kann, ohne dass jemand nach einem Bibliotheksausweis fragt. Zudem sind diese WCs durch die regelmäßige Reinigung der Institute meistens in einem ordentlichen Zustand.
#4 Behörden und Rathäuser
Ein weiterer sicherer Anlaufpunkt während der regulären Öffnungszeiten sind öffentliche Verwaltungsgebäude. Ob Rathaus, Bürgeramt oder Finanzamt – diese Gebäude sind per Definition öffentlich zugänglich. Im Eingangsbereich gibt es fast immer einen Wegweiser, der auch die Toiletten ausweist. Da hier ständig Bürger*innen ein- und ausgehen, fällt es überhaupt nicht auf, wenn man das Gebäude nur kurz für ein dringendes Bedürfnis betritt.
#5 Die „Nette Toilette“
Da öffentliche Toiletten für Städte teuer im Unterhalt sind, haben viele Kommunen die Aktion „Nette Toilette“ ins Leben gerufen. Dabei öffnen Gastronom*innen, Cafés und Händler*innen ihre WCs für Passant*innen – und zwar völlig kostenlos und ohne Verzehrzwang. Im Gegenzug unterstützt die Stadt die Betreiber*innen bei den Reinigungskosten. Ob ein Lokal mitmacht, erkennst du an einem runden, roten Aufkleber mit einem lächelnden Gesicht direkt an der Eingangstür oder im Schaufenster.
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#6 Hotels und Lobbys
In kleineren Cafés fällt es sofort auf, wenn man nur das WC nutzen möchte. In größeren Mittelklasse- und Luxushotels ist das anders. Wer dort im Alltagsoutfit selbstbewusst durch den Haupteingang in die Lobby spaziert, wird vom Personal an der Rezeption selten aufgehalten – man könnte schließlich dort wohnen oder auf jemanden warten. Die Toiletten befinden sich meistens im Erdgeschoss im Bereich der Bar oder der Tagungsräume und sind in puncto Sauberkeit kaum zu übertreffen.
#7 Die besten Apps für die WC-Suche
Wer in einer fremden Stadt nicht auf gut Glück suchen möchte, kann sich per Smartphone helfen lassen. Es gibt spezialisierte Apps wie „Flush“ oder den „Toilet Finder“ (verfügbar für iOS und Android), die zehntausende Toiletten weltweit auf einer Karte anzeigen. Das Praktische daran: Dank einer aktiven Community lässt sich per Filter sofort erkennen, welche WCs komplett kostenlos sind und ob sie barrierefrei zugänglich sind. Zudem können Nutzer*innen die Sauberkeit bewerten, sodass man schon vor dem Loslaufen weiß, ob das stille Örtchen gepflegt ist oder man es im Notfall lieber meiden sollte.
#8 Fast-Food-Ketten: Der Code-Trick
Mc Donald’s, Burger King oder Starbucks sind die Klassiker, wenn man unterwegs mal muss. Allerdings haben viele Filialen in Innenstädten oder an Bahnhöfen mittlerweile Zahlenschlösser an den Toilettentüren, bei denen der Code unten auf dem Kassenbon steht. Wer hier kein Geld ausgeben möchte, kann einen Blick auf die Tische werfen – oft lassen Kund*innen ihre Bons liegen. Manchmal reicht es auch, kurz freundlich an der Kasse zu fragen oder zu warten, bis jemand die Toilettentür von innen öffnet.
#9 Museen und Galerien am Eingangsbereich
Große staatliche Museen und Kunstgalerien kosten zwar meistens Eintritt, der Ticketverkauf findet jedoch oft erst hinter dem großen Foyer statt. Die Garderoben, Schließfächer und eben auch die Kund*innen befinden sich in der Regel im frei zugänglichen Eingangsbereich vor den Kassen. Man kann also ganz unkompliziert das Gebäude betreten, das WC nutzen und wieder gehen, ohne ein Ticket für die Ausstellung kaufen zu müssen.