5 Betrugsmaschen, vor denen die Polizei warnt

Es gibt fiese Menschen auf der Welt – und die Gefahren lauern überall! Auch im Supermarkt gibt es mittlerweile Betrugsmaschen, vor denen die Polizei warnt:

Die BetrügerInnen werden heutzutage immer kreativer in ihren Ideen.
Quelle: IMAGO / Maximilian Koch

Heutzutage lassen sich BetrügerInnen immer etwas Neues einfallen, um ahnungslose BürgerInnen hinters Licht zu führen. So glauben doch viele noch an das Gute im Menschen und fallen auf die miesen Tricks herein. Die Betrugsmaschen werden hierbei immer kreativer und hinterlistiger – die Polizei versucht zwar, die BügerInnen zu warnen und ihnen zu helfen, aber dennoch kommen sie manchmal einfach zu spät.

Besonders vor 5 Betrugsmaschen warnt die Polizei. Wir haben sie hier für dich zusammengefasst:

#1 Der Eier-Trick

Die Polizei warnt vor zwei Frauen, die in Hamburg ihr Unwesen treiben und ihren Opfern mehrere Summen Geld abluchsen. Es handelt sich bei dem Betrüger-Duo um selbsternannte Heilerinnen, die vorgeben, ihre Opfer von vermeintlichen Flüchen zu befreien. In Hamburg kam es bereits zu drei Vorfällen in denen die beiden gezielt russischstämmige Frauen auf der Straße ansprachen und ihnen ewige Reinheit versprachen. 

Der Prozess der Heilung ist aber völlig absurd ...

Auch Eier sind Teil von Betrugsmaschen
Quelle: IMAGO / Cavan Images

Um ihre Opfer von ihrem vermeintlichen Fluch zu überzeugen, setzten die Heilerinnen den sogenannten ,,Eier-Trick“ ein. So sollten die Frauen ein selbstgekauftes Ei in Anwesenheit der Heilerinnen zerschlagen. Allerdings tauschten die Betrügerinnen dieses gegen ein zuvor präpariertes Ei aus, sodass nicht das gewohnte Eigelb, sondern eine schwarze Flüssigkeit austrat. Diese priesen die Täterinnen dann als eindeutiges Zeichen an, dass die Frauen verflucht seien. Anschließend forderten sie von den Frauen für ihre Rettung eine Geldsumme ein. 

Du denkst, du würdest nie auf so etwas reinfallen? Die zwei Betrügerinnen können wirklich überzeugend sein. Die Polizei hat mittlerweile sogar eine Pressemitteilung veröffentlicht!

Lies selber nach:

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In der Pressemitteilung der Polizei heißt es, dass eine der Frauen den beiden Betrügerinnen sogar eine fünfstellige Summe zukommen ließ. Das Geld sollten die Frauen zunächst den Täterinnen aushändigen und nach Rückgabe in einem Tuch gewickelt mehrere Tage am Körper tragen. Zudem sollten sie mit niemandem darüber sprechen. Was sie nicht wussten: Die Heilerinnen hatten das Geld gegen Papierschnipsel ausgetauscht und waren zum Zeitpunkt der Erkenntnis schon längst über alle Berge. 

Die Polizei fahndet nun nach den Täterinnen und warnt eindringlich vor ihnen. ZeugInnen hatten eine der Betrügerinnen auf etwa 60 bis 70 Jahre alt geschätzt. Zudem sei sie etwa 1,60 Meter groß und soll eine Warze an der linken Nasenspitze haben. Die andere selbsternannte Heilerin sei ungefähr 30 bis 45 Jahre alt und trägt weißblond gefärbte Haare und eine Brille. 

Der Pfandflaschen-Trick ist besonders beliebt bei BetrügerInnen
Quelle: IMAGO / mix1

#2 Der Pfandflaschen-Trick

Das ist besonders fies! Eigentlich sollte das Konzept der Pfandflaschen dafür sorgen, dass wir unsere Umwelt verbessern und lernen, auf sie zu achten. Die BetrügerInnen haben es aber geschafft, das praktische Pfandsystem in Supermärkten für sich zu nutzen – und auszunutzen! Wie ist sowas möglich? Wir erklären es: 

Sie haben einen Weg gefunden, mit weniger Flaschen an mehr Pfand zu kommen! Dabei tricksen sie auch die SupermarktmitarbeiterInnen aus und begehen sogar Straftaten! Sie schrecken vor nichts und niemanden zurück, um an mehr Geld zu kommen.

Aber wie genau läuft der Trick ab? Das erfährst du auf der nächsten Seite...

Mit Hilfe einer Schnur und einer Pfandflasche kann man viel Geld machen.
Quelle: IMAGO / mix1

Eines muss man ihnen lassen: Die BetrügerInnen sind wirklich einfallsfreudig. Um an mehr Pfandgeld zu kommen, haben sie sich ein sehr simples System erarbeitet: In großen Supermarktketten stehen automatische Pfandrückgabe-Automaten, in denen normale EinkäuferInnen ihre Flaschen scannen und am Ende einen Bon bekommen, dessen Betrag von ihrem Einkauf abgezogen wird. So weit so gut. 

Die BetrügerInnen nutzen diese automatischen System und befestigen – ähnlich wie beim Angeln – eine Schnur an der Pfandflasche: Nachdem sie diese in den Automaten geworfen haben und der sie gescannt hat, sollte die Pfandflasche eigentlich nach hinten weitertransportiert werden, aber durch die Schnur können die Personen sie beliebig oft wieder zurückziehen und nochmals scannen. Dadurch können sie hohe Geldsummen einfordern.

Selbst vor dem Fälschen von Etiketten schrecken viele nicht mehr zurück.
Quelle: IMAGO / Sven Simon

#3 Der andere Pfandflaschen-Trick 

Du dachtest, wir sind schon durch mit den Pfandflaschen? Falsch gedacht, denn die Gauner haben auch noch einen anderen Weg gefunden, um sich zu bereichern. Zugegeben, dieser Trick ist etwas improvisiert und hat zur Voraussetzung, das niemand anderes am Pfandautomaten steht und beobachten kann, was hier falsch läuft: 

Die BetrügerInnen gehen so weit, dass sie Etiketten fälschen und auf Klopapierrollen oder flaschenähnliche Gegenstände kleben, um diese wiederum in den Pfandautomaten zu werfen – das kann doch nicht klappen, oder? Leider doch. Doch wer sich jetzt inspiriert fühlt, der sollte sich nicht zu früh freuen: Die Automaten wurden mittlerweile weiterentwickelt und bemerken nun, wenn Flaschen zurückgezogen werden oder das Etikett gefälscht ist.

Gott sei Dank!

Eine Betrugsmasche kann mit einer simplen Frage beginnen.
Quelle: IMAGO / Manfred Segerer

#4 Der Gesprächs-Trick 

Wir bleiben vorerst im Supermarkt, denn dort lauern mehr Gefahren als man denkt. Diese Masche ist besonders fies: BetrügerInnen arbeiten oft in Teams und fallen so weniger auf. Während man also denkt, dass man gerade einen gemütlichen Wocheneinkauf im Supermarkt tätigt, kann es sein, dass man schon als ihr nächstes Opfer auserkoren wurde.

So gehen sie vor: Der Trick beginnt sehr simpel. Eine Person wird im Supermarkt angesprochen, mit einer Frage: „Können sie mir helfen? Wissen sie, ob Produkt xy für Diabetiker/Veganer/etc. geeignet ist?" Meist haben sie ein Produkt bei sich, zu dem sie eine Frage haben.

Und wie geht es dann weiter? 

Die BetrügerInnen nutzen die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer schonungslos aus.
Quelle: IMAGO / Rolf Poss

Während einer der BetrügerInnen das auserkorene Opfer also in ein Gespräch verwickelt, indem er eine Frage stellt, kommt die zweite Person ins Spiel. Das Opfer sieht sich aufgrund der Frage die Inhaltsliste des Produktes an und ist für einen kurzen Moment abgelenkt, da BetrügerIn (1) immer wieder neue Fragen stellt oder versucht, das Opfer in ein weiteres Gespräch zu verwickeln. Zu selben Zeit kann BetrügerIn (2) die Geldbörse aus dem Einkaufswagen entwenden.

Neben dem Gespräch täuschen die BetrügerInnen auch oft einen „Unfall“ vor, indem ihnen etwas aus der Hand rutscht oder sie stolpern – immer mit dem Ziel die Hilfsbereitschaft und Unaufmerksamkeit von anderen Menschen auszunutzen. 

Was lernen wir daraus? Man sollte nie seine Tasche und/oder Geldbörse einfach im Einkaufswagen liegen haben. 

Auch auf Supermarktparkplätzen ist man vor Betrug nicht sicher.
Quelle: IMAGO / Seeliger

#5 Der Strafzettel-Trick 

Man fährt nur mal kurz mit dem Auto zum Supermarkt, weil man etwas vergessen hat und auf dem Weg zurück zum Parkplatz sieht man schon vom Weiten einen Strafzettel an der Autoscheibe kleben? Das nervt. Aber auch hier sollte man aufmerksam bleiben. 

Viele Supermärkte haben mittlerweile die Regelung einführt, dass man nur bestimmte Zeit auf den Parkplätzen stehen darf, sonst bekommt man eine Strafe. Kennzeichnen soll man seine Ankunft mit einer Parkscheibe. Ein simples Konzept, um FalschparkerInnen abzuhalten, die Parkplätze zu missbrauchen.

Doch auch dieses Konzept haben sich jetzt BetrügerInnen zu Nutze gemacht – auf der nächsten Seite erfährst du wie...

Gefälschte Parkzettel sind nicht leicht zu durchschauen.
Quelle: IMAGO / fossiphoto

Viele TrickbetrügerInnen nutzen dieses System mittlerweile für sich: Sie fälschen die Strafzettel – und das wirklich gut!

Da es keine allgemeine Norm gibt, wie Strafzettel deutschlandweit aussehen, kann man schnell auf diesen Trick reinfallen. Meistens werden die Strafzettel im angeblichen Namen der Stadt oder der örtlichen Polizei ausgestellt und zeigen eine falsche IBAN-Nummer an, welche das Geld an die BetrügerInnen weiterleitet. Ziemlich fies, oder? 

Aber woran erkenne ich einen falschen Strafzettel? Das ist gar nicht so leicht. Manchmal sind die Strafzettel etwas „plump“ gestaltet, sodass sie relativ leicht als falsch identifiziert werden können. Wer sich trotz allem nicht sicher ist, kann die IBAN prüfen, ob diese wirklich zur genannten Behörde gehört.

Das Wichtigste ist, aufmerksam zu sein und nicht einfach wahllos Geld zu überweisen – das kann schnell teuer werden!