Miese Masche: Betrüger im Netz
So erkennst du fiese Klickfallen und schützt dich vor der neuesten Abzocke im Netz, bevor die Betrüger dein Vertrauen ausnutzen können.
Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir shoppen online, erledigen Bankgeschäfte, flirten auf Dating-Apps oder verkaufen gebrauchte Dinge auf verschiedenen Plattformen. Doch genau dort, wo wir uns eigentlich sicher fühlen, schlagen Betrüger*innen im Netz zu. Online-Betrug nimmt seit Jahren zu und die Maschen werden immer raffinierter.
Phishing: Der Klassiker unter den Betrugsarten
Eine der häufigsten Betrugsarten ist Phishing. Dabei erhalten Opfer E-Mails, SMS oder Nachrichten, die scheinbar von Banken, Paketdiensten oder bekannten Unternehmen stammen. Oft heißt es: „Ihr Konto wurde gesperrt“ oder „Bitte bestätigen Sie Ihre Daten“. Wer auf den Link klickt, landet auf täuschend echt aussehenden Webseiten. Dort eingegebene Passwörter oder Kreditkartendaten landen direkt bei den Betrüger*innen. Oft wird aber auch das Vertrauen zu Familie oder Freund*innen ausgenutzt, um an Daten oder Geld zu gelangen. Wir schauen uns nun einige Fallbeispiele an:
#1 SMS von „Mama und Papa“
Bei der sogenannten Mama-Papa-SMS geben sich Betrüger*innen per SMS oder WhatsApp als Sohn oder Tochter aus. Die Nachricht beginnt oft harmlos mit Sätzen wie: „Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer“ oder „Hi Papa, mein Handy ist kaputt“. Kurz darauf folgt eine dringende Bitte: Eine Rechnung müsse sofort bezahlt werden, ein neues Handy finanziert oder ein Notfall geregelt werden. Die Täter*innen setzen gezielt auf Zeitdruck und emotionale Nähe, um kritisches Nachfragen zu verhindern. Besonders mies ist, dass die Betrüger*innen keine Namen nennen, sondern darauf hoffen, dass Eltern selbst reagieren und den Kontakt herstellen. Sobald dies gelingt, spielen die Täter*innen ihre Rolle überzeugend weiter. Oft fordern sie Überweisungen auf ausländische Konten oder Zahlungen per Online-Banking, da angeblich gerade kein Zugriff auf das eigene Konto möglich sei.
#2 Neue DHL-Masche
Eine besonders tückische Betrugsmasche nutzt Anfang Januar 2026 den Namen von DHL, um Empfänger*innen zu täuschen und an persönliche Daten oder Geld zu kommen. Kriminelle versenden gefälschte E-Mails, SMS oder sogar gedruckte Zettel mit DHL-Logo, in denen steht, dass eine Lieferung nicht zugestellt werden konnte oder zusätzliche Gebühren fällig seien. Teilweise wird sogar behauptet, ein Paket sei „zu schwer“ oder es müsse „einmalig eine Gebühr“ bezahlt werden, damit die Zustellung fortgesetzt wird. Außerdem verbreiten Betrüger*innen auch gefälschte QR-Codes auf angeblichen Abholscheinen, die in Briefkästen oder öffentlichen Orten auftauchen. Wer den Code scannt, landet auf einer gefälschten Website, die aussieht wie die DHL-Seite und zur Eingabe von Daten wie Adresse oder Zahlungsinformationen auffordert.