Miese Masche: Betrüger im Netz
So erkennst du fiese Klickfallen und schützt dich vor der neuesten Abzocke im Netz, bevor die Betrüger dein Vertrauen ausnutzen können.
#3 SMS für „Mama und Papa“
Bei der sogenannten Mama-Papa-SMS geben sich Betrüger*innen per SMS oder WhatsApp als Sohn oder Tochter aus. Die Nachricht beginnt oft harmlos mit Sätzen wie: „Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer“ oder „Hi Papa, mein Handy ist kaputt“. Kurz darauf folgt eine dringende Bitte: Eine Rechnung müsse sofort bezahlt werden, ein neues Handy finanziert oder ein Notfall geregelt werden. Die Täter*innen setzen gezielt auf Zeitdruck und emotionale Nähe, um kritisches Nachfragen zu verhindern. Besonders mies ist, dass die Betrüger*innen keine Namen nennen, sondern darauf hoffen, dass Eltern selbst reagieren und den Kontakt herstellen. Sobald dies gelingt, spielen die Täter*innen ihre Rolle überzeugend weiter. Oft fordern sie Überweisungen auf ausländische Konten oder Zahlungen per Online-Banking, da angeblich gerade kein Zugriff auf das eigene Konto möglich sei.
#4 Neue DHL-Masche
Eine besonders tückische Betrugsmasche nutzt Anfang Januar 2026 den Namen von DHL, um Empfänger*innen zu täuschen und an persönliche Daten oder Geld zu kommen. Kriminelle versenden gefälschte E-Mails, SMS oder sogar gedruckte Zettel mit DHL-Logo, in denen steht, dass eine Lieferung nicht zugestellt werden konnte oder zusätzliche Gebühren fällig seien. Teilweise wird sogar behauptet, ein Paket sei „zu schwer“ oder es müsse „einmalig eine Gebühr“ bezahlt werden, damit die Zustellung fortgesetzt wird. Außerdem verbreiten Betrüger*innen auch gefälschte QR-Codes auf angeblichen Abholscheinen, die in Briefkästen oder öffentlichen Orten auftauchen. Wer den Code scannt, landet auf einer gefälschten Website, die aussieht wie die DHL-Seite und zur Eingabe von Daten wie Adresse oder Zahlungsinformationen auffordert.
#5 Betrüger*innen-E-Mails
Betrugs-E-Mails gehören zu den häufigsten Methoden von Internetkriminellen. Dabei geben sich die Absender*innen als bekannte Unternehmen, Banken, Behörden oder Paketdienste aus. Die Nachrichten wirken oft professionell gestaltet, mit Logos, offiziellen Formulierungen und täuschend echten Absenderadressen. Inhaltlich geht es meist um angebliche Sicherheitsprobleme, gesperrte Konten, offene Rechnungen oder dringende Bestätigungen. Ziel ist es, die Empfänger*innen dazu zu bringen, auf einen Link zu klicken oder Anhänge zu öffnen. Diese Links führen in der Regel auf gefälschte Webseiten, auf denen Passwörter, Kreditkartendaten oder andere sensible Informationen abgefragt werden. Anhänge können zudem Schadsoftware enthalten, die unbemerkt Daten ausspäht. Typisch für Betrugs-E-Mails ist der erzeugte Zeitdruck: Wer nicht sofort handelt, dem drohen angeblich finanzielle Verluste oder Kontosperren.
#6 Sparkassen-Betrug
Auch Kund*innen der Sparkasse sind regelmäßig Ziel von Betrugsversuchen. Besonders häufig nutzen Täter*innen hier die erwähnten Phishing‑E‑Mails, Fake‑SMS oder gefälschte Profile in sozialen Netzwerken, um an Zugangsdaten für Online‑Banking, PINs oder TANs zu gelangen. Die Nachrichten sehen oft täuschend echt aus und behaupten zum Beispiel, das Konto sei gesperrt oder es müssten Daten „zur Sicherheit“ bestätigt werden. Aber auch am Telefon kommt es immer wieder vor, dass sich Betrüger*innen als Bankmitarbeiter*innen ausgeben und versuchen, Daten oder Bankzugänge zu erfragen. Dabei nutzen sie oft technische Tricks wie „Spoofing“, bei dem die echte Sparkassen‑Nummer im Display erscheint. Die Polizei und Sparkassen warnen: Banken fragen nie per E‑Mail oder Telefon nach PINs, TANs oder Passwörtern.