Die Dinge solltest du niemals unter der Dusche tun!
Zähneputzen, Obst essen oder Wäsche waschen? Warum diese „Lifehacks“ unter der Dusche absolut keinen Sinn ergeben und teilweise sogar ungesund sind.
#4 Rasieren
Rasieren unter der Dusche? Das macht fast jede Person und eigentlich hat da noch nie etwas dagegen gesprochen, oder? Doch tatsächlich ist es oftmals ineffizient und verschwenderisch. Die meisten Menschen lassen das Wasser während der gesamten Prozedur laufen – ein massiver Wasserverbrauch für eine Tätigkeit, bei der man ohnehin steht. Ohne einen passenden Spiegel rasierst du zudem blind, was häufig zu Schnitten, unsauberen Rändern oder komplett vergessenen Stellen führt.
Die Klinge verbleibt nach dem Gebrauch oft in der feuchten Duschkabine. Durch die ständige Nässe bilden sich Bakterien auf der Klinge und das Material beginnt zu korrodieren. Das erhöht nicht nur das Infektionsrisiko bei kleinen Schnittwunden erheblich, sondern macht die Rasur auch unsauberer. Wer Wert auf eine gründliche, hautschonende Rasur legt, sollte das eher am Waschbecken erledigen.
#5 Intimreinigung mit dem Duschkopf
Viele glauben, den Duschkopf zweckzuentfremden, um nach dem Geschlechtsverkehr oder generell „alles rauszuspülen“, sei hygienisch. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Der gezielte, starke Wasserstrahl gelangt an Stellen, die eine sehr empfindliche Schleimhaut haben. Du spülst damit nicht nur Bakterien weg, sondern zerstörst das natürliche Mikrobiom und den pH-Wert der Flora.
Schlimmer noch: Durch den Druck kannst du Erreger erst recht in den Gebärmutterhals oder die Harnröhre drücken, was Infektionen oder Blasenentzündungen begünstigt. Die äußere Reinigung mit lauwarmem Wasser ist völlig ausreichend; für alles Weitere hat der Körper sein eigenes, sehr effizientes System.
#6 Der Duschschwamm als Keimschleuder
Schwämme oder Luffas gelten als Wellness-Tool, sind in der feuchtwarmen Duschumgebung aber das reinste Paradies für Bakterien, Pilze und Schimmel. Da sie nach dem Duschen nie vollständig trocknen, bilden sie einen idealen Nährboden für Keime, die du dir beim nächsten Mal großflächig wieder auf die Haut reibst. Wer seine Haut wirklich reinigen will, sollte lieber auf einen Waschlappen setzen, der nach jedem Gebrauch bei 60 Grad in die Wäsche wandert. Auch eine spezielle Bürste mit der man sich vorher trockenbürstet kann sehr empfehlenswert sein. Den Schwamm hingegen dauerhaft nass in der Dusche zu lassen, ist hygienisch gesehen ein Fehler.
#7 Den Duschkopf als „Massagegerät“ nutzen
Viele stellen den Duschkopf auf den härtesten Strahl und halten ihn direkt auf verspannte Muskeln oder Gelenke – in der Hoffnung auf eine medizinische Massage. Das ist eine Illusion. Der punktuelle, harte Wasserstrahl belastet die Hautbarriere extrem und kann sogar kleine Kapillaren unter der Haut schädigen. Statt Entspannung erzeugst du nur Stress für das Gewebe und trocknest die Haut durch den enormen Druck und die Hitze massiv aus. Wirkliche Physiotherapie sieht anders aus.