Aktuelle Rückrufe im Supermarkt & Co.: Vor welchen Produkten wird 2026 gewarnt?
Welche Lebensmittel und Produkte werden aktuell im Supermarkt oder der Drogerie zurückgerufen? Aus welchen Gründen und welche Gefahren bestehen?
Salmonellen bei Aldi Süd
Aldi Süd ruft Ende November 2025 den „Bio Naturland Pfeffer schwarz gemahlen“ zurück, da das Gewürz offenbar Salmonellen enthalten kann und somit nicht verzehrt werden sollte. Betroffen sind die 60-Gramm-Tüten mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 10/2027 und 11/2027 sowie den Chargennummern 150636 und 150210. Die Raimund Hofmann GmbH weist darauf hin, dass das Produkt in allen Aldi-Süd-Filialen zurückgegeben werden kann, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Vom Verzehr wird dringend abgeraten, da eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Typische Salmonellen-Symptome sind beispielsweise plötzlicher Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und auch Erbrechen. Oft treten ebenfalls Kopfschmerzen und leichtes Fieber auf. Aldi Süd und der Hersteller raten, die betroffenen Tüten vorsorglich aus dem Haushalt zu entfernen.
Reis-Mischung wird in 13 Bundesländer zurückgerufen
In Go-Asia Supermärkten deutschlandweit wird Ende November 2025 die 350-Gramm-Packung „Reis-Getreide-Mix“ des Herstellers „Go Asia GmbH / Orient Master GmbH“ zurückgerufen und sogar vom Markt genommen. Betroffen sind alle Chargen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12.09.2026. Grund für den Rückruf ist ein Verkehrsverbot, verhangen von der Europäischen Union für die Zutaten Hiobsträne (Coix lacryma-jobi) und Stachelseerose (Euryale ferox), die in den Packungen enthalten sind. Sie gelten als neuartige Lebensmittel und unterliegen somit der EU-Verordnung 2015/2283.
Tütensuppe von Knorr
Sowohl in Österreich und der Niederlande, als auch in Belgien werden Tütensuppen der Marke Knorr zurückgerufen. Grund dafür ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko und eine Verletzungsgefahr aufgrund von Metall- und Gummiteilen, die sich in den Produkten befinden können. Bei versehentlichem Verzehr besteht ein Risiko für Schluckstörungen, Beschwerden wie Magenprobleme oder Brechreiz. Vor allem Grenzregionen in Deutschland werden ebenfalls gewarnt. Die bekannten betroffenen Tüten sind in Österreich „Knorr Kaiser Teller Waldpilz Suppe“ mit der Chargennummer 528219C93 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum: 04/2027; in der Niederlande „Knorr Basilicum Roomsaus“ mit den Lotcodes 52805C93 und 52905C93; in Belgien die „Knorr Basilicum Roomsaus“ mit den Lotcodes 52805C93 oder 52905C93, und die „Knorr Saus voor Vis“ mit dem Lotcode 527823C93.
Drei Geschmacksrichtungen von „ThirsTea“
Mit der Marke „ThirsTea“ versuchten die Supermärkte Penny und Rewe mit dem Trend der Eistees für die junge Generation zu gehen – ganz nach dem Vorbild von angesagten Influencer-Eistees wie zum Beispiel „Dirtea“ von Shirin David. In drei Sorten „ThirsTea“ des Herstellers United Soft Drinks BV nämlich Mango, Coco Blueberry und Melon wurden Anfang November kleine weißliche Plastikfremdkörper gefunden und deshalb vor dem Verzehr dringend gewarnt. Das Verschlucken von Fremdkörpern kann zu Obstruktionen des Magen-Darm-Trakts, Ulzerationen, Perforationen sowie innere Blutungen führen. Auch Fistelbildung oder eine Bakteriämie sind möglich. Betroffen sind die 0,75-Liter-Tetrapaks mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.08.2026 oder 31.10.2026. Die Produkte können bundesweit in allen Rewe und Penny Filialen zurückgegeben werden.