Mordfall Peggy: Verdächtiger gesteht pikantes Detail

17 Jahre nach der grausamen Tat nähern die Ermittler sich der Wahrheit. Was ist passiert? Und vor allem: Wer ist schuld?

Mordfall Peggy: Verdächtiger gesteht pikantes Detail

17 Jahre liegt der Fall zurück, der nicht nur das oberfränkische Lichtenberg, sondern binnen kürzester Zeit auch den Rest Deutschlands beschäftigte: Damals verschwand die erst neunjährige Peggy Knobloch, deren sterbliche Überreste erst 15 Jahre später, am 2. Juli 2016, gefunden werden konnten. Seither laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, wenngleich die traurige Bilanz dieselbe ist wie im Jahre 2001: Vom Mörder fehlt jegliche Spur.

Dieser Umstand könnte jedoch bald der Vergangenheit angehören: Denn Freitagvormittag gab die Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, dass das Verhör eines Verdächtigen ein pikantes Geständnis ans Licht gebracht habe – und das könnte die langersehnte Aufklärung des Falls erheblich vorantreiben ...

Mordfall Peggy: Verdächtiger gesteht pikantes Detail

Neue Suchergebnisse am Fundort der Leiche und eine sich daran anschließende Neubewertung der Aktenlage führten bereits vor einiger Zeit zu einer entscheidenden Wendung innerhalb der Ermittlungen: Mikroskopisch kleine Pollenspuren am Leichnam identifizierte eine forensische Palynologin (Pollenkunde) als Torf-Überreste, die die Ermittler zu Manuel S. führten, da die Spuren mit den Gehwegplatten des Hauses des 41-Jährigen übereinstimmten. Auch Farbreste, die an der Leiche nachgewiesen werden konnten, deuteten auf einen Zusammenhang hin, da der Verdächtige damals Renovierungsarbeiten durchführte. S. rückte dadurch verstärkt in den Fokus der Polizei, die laut Bild.de sogar eine Razzia im Beisein des Tatverdächtigen durchführte. Im Anschluss daran wurde Manuel S. verhört – kam jedoch sofort wieder auf freien Fuß. 

Nun gab die Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, welches Geständnis der zur Tatzeit 24-Jährige abgelegt hat:

Mordfall Peggy: Verdächtiger gesteht pikantes Detail

Die Polizei machte nun öffentlich, dass Manuel S. zwar nicht den Mord, doch aber den Transport der Leiche gestanden habe: Demnach bekannte der 41-Jährige sich dazu, die Leiche der damals Neunjährigen in ein Waldstück transportiert und daraufhin Jacke und Tasche des Opfers verbrannt zu haben. Uwe Ebner, der Chef der "Soko Peggy" teilte außerdem mit, dass "S. [...] noch versucht [habe], das Mädchen zu beatmen". Der Verdacht besteht jedoch weiterhin: Aktuell wird nur gegen den 41-jährigen Hauptverdächtigen ermittelt. 

Warum ist Manuel S. also trotzdem noch auf freiem Fuß? "Wir ermitteln wegen des Verdachts des Mordes", erklärte Staatsanwalt Daniel Götz. "Haft setzt einen dringenden Tatverdacht voraus, den sehen wir im Moment nicht."