Wie ein Kinderfoto im Netz das Leben eines Babys rettet
Ein junger Vater veröffentlichte ein lustiges Kinderfoto seines Babys nach dem ersten Bad, was ihm wahrscheinlich das Leben gerettet hat.
Sie machte eine grausige Entdeckung. Denn tatsächlich gab es laut Victoria „ein massives Leuchten über ihrer linken Pupille“. Dies konnte man auf dem Foto, auf dem Nancy mit ihrer Schwester zu sehen ist, gut erkennen. Und auch die Sehkraft des kleinen Mädchens schien eingeschränkt zu sein, denn immer wenn Victoria das gesunde Auge verdeckte, sagte Nancy ihr, dass sie nicht sehen könne. Schnell ging sie mit ihrer Tochter in eine Augenklinik und tatsächlich: Dort wurde klar, dass sie an einem Retinoblastom leide. Dies ist ein bösartiger Tumor der Netzhaut. Ein Schock für die Mutter: „Ich erinnere mich, dass ich nach draußen gegangen bin, um meinen Partner zu treffen, und ich bin nur unter Tränen zusammengebrochen. Ich sagte es meinem Partner Sonny und er brach ebenso zusammen.“ Doch sie beschlossen, dass sie für Nancy stark sein müssen und gingen schlussendlich einen entscheidenden Schritt.
Etwas mehr als eine Woche später unterzog sich Nancy einer 45-minütigen Operation. Hier wurde der Tumor in einem speziellen Retinoblastom-Zentrum entfernt. Alternativ hätte die Familie sich auch für eine Chemotherapie entscheiden können, doch bei einer Operationen stiegen die Chancen für eine endgültige Entfernung des Tumors. Schon zwei Wochen nach dem Eingriff konnte die kleine Nancy bereits wieder zur Schule gehen und ihrem Hobby dem Reitsport nachgehen. Im neuen Jahr erhielt sie dann eine Augenprothese, die ihr das nötige Selbstvertrauen zurückgab. Das fünfjährige Mädchen war sogar schon so weit, dass sie irgendwann Witze über ihr Fake-Auge machte und zudem total selbstverständlich damit umgehen konnte.
#3 Symptome Retinoblastom
Sehr kleine Retinoblastome verursachen anfangs meist keine Symptome und bleiben oft unbemerkt. Beschwerden treten in der Regel erst auf, wenn der Tumor größer wird und das Sehvermögen beeinträchtigt oder das Auge vollständig erblindet. Häufig äußert sich dies durch Schielen, wenn ein Auge bereits blind ist. Bei über zwei Drittel der betroffenen Kinder ist das erste Anzeichen das weiße Aufleuchten der Pupille (Leukokorie), was oft beim Fotografieren auffällt und auf ein fortgeschrittenes Tumorwachstum hinweist. Seltener kann es zu Augenschmerzen, Rötungen oder Schwellungen durch einen erhöhten Augeninnendruck kommen. Eltern sollten auf Warnzeichen wie erweiterte oder verfärbte Pupillen, Schielen oder Sehschwäche achten. Falls diese Symptome auftreten, ist es wichtig, unverzüglich einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, um die Ursache abzuklären. Eine frühzeitige Diagnose erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Kinder mit familiär erhöhtem Risiko sollten auch ohne Beschwerden regelmäßig untersucht werden, um ein Retinoblastom frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.
#4 Häufigkeit
Das Retinoblastom ist eine seltene Krebserkrankung in Deutschland, jedoch der häufigste Tumor des Auges im Kindesalter. Statistisch gesehen tritt bei etwa einem von 18.000 bis 20.000 Kindern ein Retinoblastom auf. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 60 Kinder an dieser Tumorform. Jungen und Mädchen sind dabei gleichermaßen betroffen. Der Tumor entwickelt sich fast immer vor dem fünften Lebensjahr, da er nur von unreifen Netzhautzellen ausgehen kann. Rund 80 Prozent der betroffenen Kinder sind jünger als vier Jahre, wobei die meisten Diagnosen im ersten Lebensjahr gestellt werden.