Gesetze, Preiserhöhungen, Neuerungen und Co.: Die Dinge ändern sich 2026 für Verbraucher
Das Jahr 2026 bringt neue Gesetze, Preisänderungen und Regelungen, die unseren Alltag spürbar beeinflussen. Wir zeigen dir, was sich ändert.
Deutschlandticket wird teurer
Ab dem 1. Januar 2026 kostet das Deutschlandticket leider mehr. Statt 58 Euro zahlt man dann 63 Euro im Monat. Wer das Ticket über die DB Navigator App nutzt, muss bis zum 30. November der Preiserhöhung zustimmen, sonst läuft das Abo aus. Bei anderen Verkehrsverbünden ist keine Zustimmung nötig, hier wird der neue Preis automatisch übernommen. Das Deutschlandticket ist aber weiterhin eine sehr vorteilhafte Lösung für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland. Auch wenn der Preis steigt, bleibt es eine günstige Alternative für Pendler*innen und Vielfahrer*innen. Trotzdem sorgt die Erhöhung bei vielen für Unmut.
Gesetzliche Krankenversicherungen werden teurer
2026 müssen viele gesetzlich Versicherte mit höheren Beiträgen rechnen. Während der allgemeine Beitragssatz stabil bei 14,6 % bleibt, steigen die kassenindividuellen Zusatzbeiträge vielerorts deutlich. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt nun bei etwa 2,9 %, was zu einem Gesamtbeitrag von rund 17,5 % führt, von dem der Arbeitgeber die Hälfte übernimmt. Beispiele zeigen die Entwicklung: Die Techniker Krankenkasse erhöht ihren Zusatzbeitrag von 2,45 % auf 2,69 %, die DAK-Gesundheit von 2,8 % auf 3,2 %, und die AOK Baden-Württemberg sowie die AOK Nordwest auf etwa 2,99 %. Nur wenige Kassen wie die Debeka BKK halten ihren Satz konstant. Für Versicherte bedeutet das höhere Abzüge vom Bruttolohn. Wer sparen möchte, sollte prüfen, ob ein Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse möglich ist. Frist für einen Wechsel endet meist Ende Januar 2026.
Mindestlohn steigt an
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Ab dem 1. Januar 2026 steigt nämlich auch der Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde. Das gilt für alle, egal ob Hauptjob oder Minijob. Minijobber*innen profitieren von der Änderung, denn die Verdienstgrenze wird dadurch auf 603 Euro im Monat angehoben. Im Jahr dürfen sie dann bis zu 7.236 Euro verdienen, ohne die Minijob-Regeln zu verlieren.
Einführung der Aktivrente
Zum Jahreswechsel 2025/2026 führt die Bundesregierung die sogenannte Aktivrente ein: Ein steuerlicher Bonus für Menschen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten wollen. Ab dann können Beschäftigte im Ruhestand bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen, zusätzlich zu ihrer regulären Rente. Die Regelung gilt jedoch nur für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer*innen, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben. Beiträge zur Kranken‑ und Pflegeversicherung müssen weiterhin gezahlt werden. Ziel der Aktivrente ist es, ältere Erwerbstätige im Arbeitsmarkt zu halten, den Fachkräftemangel abzufedern und Erfahrung im Wirtschaftsleben zu erhalten. Kritiker*innen bemängeln, dass bestimmte Gruppen wie Selbstständige, Minijobber*innen und Beamt*innen ausgeschlossen sind und die Maßnahme vor allem Menschen mit höherem Einkommen entlastet.