Gesetze, Preiserhöhungen, Neuerungen und Co.: Die Dinge ändern sich 2026 für Verbraucher
Das Jahr 2026 bringt neue Gesetze, Preisänderungen und Regelungen, die unseren Alltag spürbar beeinflussen. Wir zeigen dir, was sich ändert.
Jedes Jahr bringt auch viele Veränderungen mit sich, die unseren Alltag in verschiedenen Bereichen betreffen. Teils sind das Gesetze die Preiserhöhungen mit sich bringen; praktische Regelungen, die das Einkaufen im Supermarkt verändern, oder auch das Thema Wohngeld. Wir zeigen dir, was sich 2026 ändert, wovon du profitieren kannst und wo die Preise ansteigen.
Das neue Heizungsgesetz
Im Jahr 2026 tritt das reformierte Heizungsgesetz in Kraft, das für viele Verbraucher*innen spürbare Veränderungen bringen soll. Die bisherige Vorgabe, wonach neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, entfällt. Damit bleiben Gas- und Ölheizungen grundsätzlich weiterhin zulässig. Allerdings steigt ab 2029 schrittweise der verpflichtende Anteil klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan oder synthetischer Gase. Parallel dazu bleibt die staatliche Förderung für klimafreundliche Heizsysteme – etwa Wärmepumpen – vorerst bestehen, um den Umstieg auf erneuerbare Energien attraktiver zu machen. Städte und Gemeinden sind zudem verpflichtet, Wärmepläne zu erstellen, die Bürger*innen langfristige Orientierung geben sollen. Für Mieter*innen sind Schutzregelungen vorgesehen, um übermäßige Kostenbelastungen durch Modernisierungen zu vermeiden.
Knotenbeutel im Supermarkt
Die Diskussion um Plastiktüten in Geschäften geht schon eine ganze Weile. Viele erinnern sich vielleicht noch an eine Zeit, in der man kostenlos Tüten aus Plastik bekommen oder zumindest zur Verfügung hatte, um seine Einkäufe zu verpacken. Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Umwelt, die zunehmende Vermüllung der globalen Gewässer und auch der Entstehung von Mikroplastik. Seither wird die Verbreitung von Plastikprodukten immer weiter eingeschränkt, besonders in Europa. 2022 wurden Kunststofftüten mit einer Wandstärke von unter 0,05 Millimeter ganz in Supermärkten verboten. Der sogenannte „Europäische Green Deal“ soll jedoch weiter überarbeiten werden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sagt hierzu in einem Gespräch mit t-online: „Ab 2030 sind die dünnen Tütchen mit weniger als 15 Mikrometern Wandstärke in ganz Europa verboten“. Gemeint sind damit vor allem die sogenannten Knotenbeutel, die für Obst, Gemüse, Gebäck oder andere Produkte oft noch zur Verfügung stehen. Der DUH ist bewusst, dass die Märkte selbst hier wenig Verantwortung übernehmen: „Wenn die Supermarktketten es ernst meinen würden mit Umweltschutz, dann würden sie die umweltschädlichen Plastiktüten entweder so teuer anbieten, dass sie keiner mehr gerne nutzt (mindestens 20 Cent), oder einfach aus dem Sortiment nehmen.“ Einige Biomärkte und auch Edeka setzt vereinzelt schon auf Alternativen aus Papier, Bioplastik oder andere Verpackungsmöglichkeiten.
Deutschlandticket wird teurer
Ab dem 1. Januar 2026 kostet das Deutschlandticket leider mehr. Statt 58 Euro zahlt man dann 63 Euro im Monat. Wer das Ticket über die DB Navigator App nutzt, muss bis zum 30. November der Preiserhöhung zustimmen, sonst läuft das Abo aus. Bei anderen Verkehrsverbünden ist keine Zustimmung nötig, hier wird der neue Preis automatisch übernommen. Das Deutschlandticket ist aber weiterhin eine sehr vorteilhafte Lösung für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland. Auch wenn der Preis steigt, bleibt es eine günstige Alternative für Pendler*innen und Vielfahrer*innen. Trotzdem sorgt die Erhöhung bei vielen für Unmut.