Ein Schlaganfall kündigt sich an: 10 Symptome
Ein Schlaganfall kann tödlich sein. Umso wichtiger ist, die unscheinbaren Symptome schnell zu erkennen. Wir zeigen, wann man dringend handeln sollte.
Ein Schlaganfall trifft Deutschland fast im Minutentakt: Rund 270.000 Mal pro Jahr setzt das Gehirn einen Notruf ab. Entgegen dem Klischee trifft es nicht nur Senioren – auch wenn das Risiko mit dem Alter steigt, sind jüngere Menschen nicht immun. Oft kündigt sich die Gefahr durch eine TIA (Mini-Schlaganfall) leise an, bevor der Ernstfall eintritt.
Wissen rettet hier Leben. Damit du im Notfall blitzschnell reagieren kannst, haben wir die wichtigsten Warnsignale zusammengefasst. An diesen Anzeichen erkennst du einen Schlaganfall sofort.
#1 Halbseitige Lähmungserscheinungen
Plötzliche Schwäche oder Lähmung auf einer Körperseite ist ein klares Anzeichen für eine gestörte Durchblutung im Gehirn. Am häufigsten sind Arme und Beine betroffen. Betroffene spüren, dass sie ein Glas nicht mehr sicher halten können oder dass ein Bein beim Gehen nicht mitkommt. Bei einer TIA verschwinden die Ausfälle fast immer vollständig innerhalb kürzester Zeit. Trotzdem ist eine vorübergehende Lähmung ein Warnzeichen und sollte eine medizinische Untersuchung nach sich ziehen. Verschwindet die Lähmung nicht, kann sie Anzeichen eines großen Schlaganfalls sein und bedarf sofortiger Hilfe durch medizinisches Fachpersonal.
#2 Starker Schwindel
Viele Betroffene berichten von einem akut auftretenden, sehr intensiven Schwindel, der Anzeichen einer Durchblutungsstörung im Gehirn sein kann. Klassisch sind Dreh- oder Schwankschwindel. Viele Betroffene können während der akuten Phase kaum stehen oder gehen Besondere Aufmerksamkeit ist notwendig, wenn der Schwindel ohne erkennbare Ursache auftritt (wie z. B. Ohrenbeschwerden, Alkoholkonsum, Medikamentennebenwirkungen) und von neurologischen Beschwerden wie Lähmungen, Sprachstörungen und Sehstörungen begleitet wird. Schwindel kann auch viele andere Ursachen haben. Eine Abklärung sorgt aber für Sicherheit und emotionale Beruhigung. Steckt keine TIA dahinter, lassen sich die Beschwerden meist gut behandeln.
#3 Taubheitsgefühle
Ein pelziges Empfinden im Gesicht oder in den Extremitäten tritt bei Durchblutungsstörungen im Gehirn recht häufig auf. Typisch ist, dass die Beschwerden akut und aus der Ruhe heraus auftreten. Manche Betroffene schildern, dass sich Hautpartien wie „eingeschlafen“ anfühlen, ohne dass es hierfür einen Auslöser gegeben hat. Auch hier kann eine TIA dahinterstecken, die die Symptome in Kürze wieder verschwinden lässt. Durch diese schnelle Besserung neigen Patient*innen dazu, die Situation zu unterschätzen, obwohl ein ernsthafter Hintergrund nicht in Gänze ausgeschlossen ist.