Im Test: Die besten Produkte und die gefährlichsten Flops
Spart Geld und schützt euch vor Mängeln! Stiftung Warentest deckt auf, welche Produkte glänzen und welche direkt durchgefallen sind.
Gute Qualität muss nicht teuer sein, aber bei billigen Schnäppchen sollte man echt aufpassen. Hier findet ihr die neuesten Ergebnisse von Stiftung Warentest und da ist alles dabei: Manche Produkte sind absolute Spitzenklasse von denen man es nicht erwartet hätte, andere sind totale Reinfälle und teilweise sogar gefährlich. Wir zeigen dir heute, wo du ohne schlechtes Gewissen zugreifen kannst, was sich wirklich lohnt und bei welchen Produkten du im Laden besser einen großen Bogen machst.
#1 Tomaten
Ein Labortest von Öko-Test zeigt erhebliche Mängel bei Snacktomaten. Von 26 untersuchten Produkten, die Hälfte davon Bio, fielen einige durch erhebliche Mehrfachbelastungen auf. Im schlimmsten Fall wies das Labor fünf verschiedene Spritzmittel in einer einzigen Packung nach.
Dieser sogenannte „Cocktail-Effekt“ ist interssant: Eine Studie aus dem Jahr 2026 zeigt, dass der Mix verschiedener Pestizide das Krebsrisiko um das 2,5-Fache steigern kann, selbst wenn die einzelnen Stoffe für sich genommen als unbedenklich gelten. Doch die Tester*innen stießen auf hochgradig bedenkliche Substanzen. Dazu zählt das in der EU eigentlich verbotene Dimethomorph, das als wahrscheinlich fruchtbarkeitsgefährdend eingestuft ist. Zudem wurden das vermutlich krebserregende Difenoconazol sowie hormonell wirksame Stoffe wie Cyprodinil und Fludioxonil gefunden. Letzteres gehört wie das nachgewiesene Trifloxystrobin zu den extrem langlebigen „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS), die das Grundwasser belasten können. Auch das bienengiftige Spinosad schlug im Labor an.
Trotz der Mängel gab es auch Lichtblicke: Einige Snacktomaten schnitten mit der Note „sehr gut“ ab und können empfohlen werden.
Übrigens: Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie nach sieben Tagen rund zwei Drittel ihrer Aromastoffe. Am besten lagert man die Früchte schattig bei Zimmertemperatur. Müssen sie doch gekühlt werden, sollte man sie mindestens einen Tag vor dem Verzehr herausnehmen, damit sie einen Teil ihres Geschmacks nachproduzieren können.
#2 Tomatenketchup
Diese Sorten überzeugen mit der Note „GUT“:
- Born Tomaten Ketchup (Geschmackssieger, Sensorik-Note 1,0)
- Kania (Lidl)
- Gut & Günstig (Edeka)
Das macht die Gewinner aus: Insgesamt 12 von 23 Produkten sicherten sich ein „Gut“. Besonders die günstigen Eigenmarken halten qualitativ mit teuren Marken mithalten, während der Ketchup von Born geschmacklich die absolute Bestnote abräumte.
Diese Produkte fielen im Test negativ auf:
- Heinz: Punktabzug wegen des höchsten Zuckergehalts im Test (über 25g/100ml).
- Felix: Note „MANGELHAFT“ aufgrund massiver Belastung mit Schimmelpilzgiften.
- Zuckerreduzierte Varianten: Oft verfälschter Geschmack durch Süßstoffe.Das größte Problem im Labor: In mehreren Proben wurden Schimmelpilzgifte entdeckt, die vermutlich durch überreife Tomaten in die Produktion gelangten. Während Heinz „nur“ ein Zucker-Problem hat, ist der Ketchup von Felix wegen der Gift-Grenzwerte komplett durchgefallen.
#3 Kinderzahnpasta
Diese günstigen Eigenmarken sicherten sich ein „SEHR GUT“:
- Aldi (Eigenmarke)
- Lidl (Eigenmarke)
- Rossmann (Eigenmarke)
Das macht die Gewinner aus: Gute Zahnpflege muss nicht teuer sein. Die Discounter-Produkte überzeugten auf ganzer Linie, da sie exakt die richtige Menge Fluorid enthalten, um Milchzähne effektiv vor Karies zu schützen.
Diese bekannten Marken fielen mit „MANGELHAFT“ durch:
- Weleda, Lavera, Logodent & Alverde (dm): Zu wenig oder gar kein Fluorid.
- Karex Kinder Zahnpasta: Konnte im Test ebenfalls nicht überzeugen.
Das größte Problem im Labor: Fast jede dritte Zahnpasta fiel komplett durch. Besonders erschreckend: Viele bekannte Naturkosmetik-Marken verzichten auf Fluorid, was für den Zahnschutz von Kindern jedoch essenziell ist. Ohne diesen Wirkstoff gibt es keine Schutzwirkung.
Lesetipp: Mehr Infos, welche Fehler du beim Zäheputzen vermeiden solltest, findest du auch hier.