Blutvergiftung: Die Anzeichen deuten auf eine Sepsis hin
Eine Sepsis, auch Blutvergiftung genannt, kann aus einer kleinen Wunde eine lebensgefährliche Verletzung machen. Welche Anzeichen solltest du beachten?
Mit einer Sepsis ist nicht zu spaßen: Wer unentdeckt unter einer Blutvergiftung leidet, kann schnell in Lebensgefahr geraten. Daher ist es umso wichtiger Wunden im Auge zu behalten um mögliche Anzeichen schnell zu sehen und behandeln lassen zu können. Wer eine Blutvergiftung befürchtet, sollte sich unverzüglich in ärztliche Behandlung geben. Denn bei einer Sepsis werden die körpereigenen Reaktionen auf eine Infektion fehlreguliert und so kann es zu einer Schädigung eigener Organe kommen. Diese endet im schlimmsten Fall auch tödlich.
Wegen Sepsis: RTL-Moderator Simon Beeck muss in die Notaufnahme
Glück im Unglück: Simon Beeck, Moderator bei RTL, hat sich verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Gegenüber RTL verriet er: „Ich hatte seit über einer Woche eine superkleine Schnittwunde an meiner Hand. Die habe ich mir beim Kellerentrümpeln irgendwo geholt." Und weiter: „Dort scheinen dann auch Keime in die Wunde gekommen zu sein. So richtig verheilen wollte der Schnitt nämlich nicht. Die Keime scheinen dann im Arm hochgewandert zu sein und haben den Oberarm anschwellen und pochen lassen (...) Über Nacht wurde der dann immer schlimmer. Am nächsten Morgen konnte ich den Arm nur unter Schmerzen heben und habe gesehen, dass er nicht nur ordentlich angeschwollen ist, sondern auch eine dicke rote Stelle hatte, die etwa so groß war wie meine Faust." Im Krankenhaus wurde er dann behandelt und kann auf schnelle Genesung hoffen.
Was ist eine Sepsis?
Auch, wenn eine Sepsis umgangssprachlich als Blutvergiftung bekannt ist, handelt es sich genau genommen nicht um eine Vergiftung, sondern um den schlimmst möglichsten Verlauf, den eine Infektion nehmen kann. In diesem dramatischen Fall sind die körpereigenen Abwehrkräfte nicht mehr in der Lage, die Ausbreitung einer lokalen Infektion zu verhindern und die Erreger in den Blutkreislauf eindringen. Was erstmal sehr nach Fachdeutsch klingt, solltest du aber nicht unterschätzen: Die Sepsis ist die dritthäufisgte Todesursache. In Krankenhäusern sterben doppelt so viele Menschen an einer Sepsis wie an einem Schlaganfall und Herzinfarkt zusammen.
Der Tod tritt dann ein, wenn die Sepsis unbehandelt bleibt und mit einer Aktivierung der Abwehrsysteme, insbesondere des Immun- und Gerinnungssystems, auf die Infektion reagiert. Dadurch werden deine körpereigenen Organe wie Lunge, Herz und Niere geschädigt und versagen schließlich.
Wer kann an einer Sepsis erkranken?
Da die Sepsis in Folge einer Verletzung und einer daraus entstanden Infektion entsteht, kann jeder Mensch daran erkranken. Denn nicht nur große oder besonders tiefe Wunden führen zu einer Sepsis. Sobald verschiedene Erreger wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten, die durch entzündete Wunden in den Körper gelangen, erstmal im Blutkreislauf sind, ist die Gefahr da. Bei der Wunde kann es sich um einen Tierbiss, einen entzündeten Pickel oder eine Platzwunde handeln.
Es sollten aber besonders Eltern wachsam sein, denn vor allem Kinder und Neugeborene sind gefährdet unentdeckt unter einer Sepsis zu leiden, da die typischen Symptome bei ihnen sehr unspezifisch sein können. Eltern sollten bei Verdacht auf eine Sepsis umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Rund 75 % der Menschen, die eine Sepsis überleben, erleiden Spätfolgen. Für viele Menschen hat sich dadurch ihr Leben sehr verändert, manche Spätfolgen bleiben sogar für immer. Bei solchen Spätfolgen handelt es sich u.a. um Konzentrationsprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Verstimmungen und Erschöpfung (Fatigue-Syndrom).