Luftbefeuchter an der Heizung: Bringen die überhaupt was?
Viele greifen im Winter zu Luftbefeuchtern gegen trockene Heizungsluft – ob sie wirklich etwas bringen oder nur Deko sind, schauen wir uns hier an.
Was tun bei großen Räumen?
In großen Räumen bringen einfache Luftbefeuchter, die an der Heizung hängen, wie wir gelernt haben nicht viel. Hier sind elektrische Luftbefeuchter die bessere Wahl. Sie schaffen es, mehr Wasser in die Luft abzugeben und die Luftfeuchtigkeit schneller und effektiver zu erhöhen. Viele solcher Geräte haben sogar ein eingebautes Hygrometer, das die Feuchtigkeit misst und die Leistung automatisch anpasst. Wenn du trotzdem bei den kleinen Heizungsbefeuchtern bleiben willst, solltest du auf jeden Fall mehrere im Raum verteilen.
Können Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen?
Pflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern können auch einen Beitrag zur Verbesserung der Luftfeuchtigkeit leisten. Durch den Prozess der Transpiration geben Pflanzen Wasser an die Umgebung ab. Besonders Arten wie der Bogenhanf oder die Areca-Palme sind bekannt für ihre luftbefeuchtenden Eigenschaften. Diese Pflanzen können die Luftfeuchtigkeit im Raum um einige Prozente erhöhen, was in Kombination mit anderen Maßnahmen durchaus spürbar ist. Wichtig ist, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und Staunässe zu vermeiden, um ein gesundes Pflanzenwachstum sicherzustellen.
Wäsche als Luftbefeuchter
Neben Pflanzen und Luftbefeuchtern gibt es noch ein paar einfache Tricks, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Zum Beispiel kannst du deine Wäsche im Raum trocknen. Das Wasser verdunstet aus der Kleidung und befeuchtet die Luft ganz natürlich. Auch feuchte Handtücher in der Nähe der Heizung oder kleine Wasserschalen auf dem Heizkörper bringen etwas. Vergiss außerdem nicht, regelmäßig zu lüften, am besten kurz und kräftig. In Kombination mit einem Luftbefeuchter bekommst du so ein angenehmes und gesundes Raumklima hin. Ganz einfach und ohne viel Aufwand.
Gesundheitliche Vorteile von Luftbefeuchtern
Luftbefeuchter können im Winter echt gut für die Gesundheit sein. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, was die Schleimhäute befeuchtet und Husten oder Halsschmerzen lindern kann. Auch trockene Haut oder sogar Ekzeme, die durch Heizungsluft entstehen, können sich dadurch verbessern. Wer Allergien oder Asthma hat, profitiert ebenfalls, weil höhere Luftfeuchtigkeit das Aufwirbeln von Staub und Pollen verringert. Aber Vorsicht: Zu viel Feuchtigkeit kann Schimmel verursachen, und der ist alles andere als gesund. Halte also die Balance und behalte dein Raumklima immer im Blick.