Unter der Dusche: Was passiert, wenn wir beim Duschen pinkeln?
Die wenigsten Menschen pinkeln wohl unter der Dusche, doch was passiert dann eigentlich? Sollten wir es womöglich mal ausprobieren?
Der tägliche Dusch- und Toilettengang gehört für viele Leute zum alltäglichen Leben dazu und sind Grundbedürfnisse des Menschen. Und da eben zwei verschiedene Erfindungen existieren, die zwei unterschiedlichen menschlichen Bedürfnissen nachgehen, trennen die meisten Menschen logischerweise Duschen und das tägliche Geschäft voneinander. Da kann höchstens die morgendliche Müdigkeit oder Zeitdruck dazu führen, dass man in die Dusche pinkelt. Meint man zumindest. Doch was passiert, wenn wir unter der Dusche pinkeln?
Denn der Norweger Frode Hult aus Oslo, der bei der ansässigen Wasser- und Abwasserbehörde beschäftigt ist, sieht nämlich in der Methode, den Dusch- und Toilettengang zu kombinieren, einen entscheidenden Vorteil.
Der Pragmatismus beim Duschen könnte beim Umweltschutz helfen
Wie die ,,Daily Mail" berichtet, bezieht der Norweger seine Methode auf die aktuelle Thematik Umweltschutz: ,,Wir müssen aufhören, Wasser zu verschwenden." Denn, wenn man einfach während des Duschgangs in die Dusche pinkle, dann würde man enorm Wasser sparen. Sein Argumentation stützt sich darauf, dass man bei jedem einzelnen Mal, wenn man die Toilettenspülung betätigt, sehr viel Wasser verbraucht. Das könnte man durch die Methode eben ganz einfach vermeiden und somit die Umwelt schonen.
Doch nicht nur das kleine Geschäft kann man laut dem Norweger unter der Dusche erledigen ...
Der ambitionierte Norweger regt ebenso dazu an, die Zähne unter Dusche zu putzen und Geschirrspüler und Waschmaschine nur dann zu nutzen, wenn sie wirklich voll sind. Ob sich die Methode schlussendlich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest hat er damit bisher ein kleines Ziel erreicht: Aufmerksamkeit auf das Thema Wasserverbrauch und Umweltschutz zu lenken.
Ob man diesen Vorschlag annimmt, ist jedem schlussendlich selbst überlassen. Viele setzen dann vermutlich doch eher auf die altbewährte Trennung des Dusch- und Toilettengangs, allein schon aus hygienischen Gründen. Wahrscheinlich gibt es aber auch einige Menschen, die des Öfteren in die Dusche pinkeln und nun einen legitimen Grund dafür haben, es weiterzuführen.
So viel Wasser spart man wirklich dabei
Das Pinkeln unter der Dusche hat seine Vorteile, vor allem in Sachen Wasserersparnis. Etwa 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs gehen normalerweise auf die Toilettenspülung zurück, was je nach Spülkasten zwischen sechs und 14 Litern Wasser bedeutet. Das kann bis zu 2,8 Cent an Wasserkosten pro Toilettengang ausmachen.
Eine herkömmliche Toilettenspülung verbraucht im Schnitt zwischen 9 und 14 Litern Wasser. Wenn man also jeden Morgen unter der Dusche pinkelt, kann man zwischen 3.285 und 4.380 Liter Frischwasser pro Jahr sparen. Und nicht zu vergessen: In Deutschland wird für Toilettenspülungen Trinkwasser verwendet.